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Suchergebnisse für: Historisch-kritisches W��rterbuch des Marxismus

16. November 2016 by

Der Titel ist leider vergriffen.

»Post-Moderne« ist in den neokonservativen Jahren der Wende-Zeit zum verlegenen und unaufrichtigen Ausdruck dafür geworden, dass die ungelösten Probleme des Kapitalismus fortbestehen, den man sich angewöhnt hat, »die Moderne« zu nennen. (…) Zugleich mehren sich die Anzeichen dafür, dass ideologisches und politisches Tohuwabohu im letzten Jahrzehnt – etwa der französischen Post-Moderne und der deutschen grün-alternativen Szene – selbst nur ein Übergehen zu neuen ökonomischen und politischen Verhältnissen begleitet hat, deren radikale Problemlagen nach eindringend- eingreifendem Denken und einer revolutionären Politik neuen Typs geradezu rufen.
In dieser Situation unterfangen sich die hier versammelten Versuche, die Erinnerung an Traditionen kritischen Denkens und an Spuren befreiten Lebens fruchtbar zu machen für eine kreative Auseinandersetzung mit dieser Zeit des Übergangs. (…) Die religionsphilosophische und theologische Dimension der Texte entfaltet sich an keiner Stelle als selbständiger Gegenstandsbereich. Sie erscheint vielmehr als eine besondere Weise der Konfiguration und deutenden Durchdringung der jeweiligen Gegebenheiten von gesellschaftlichem Leben der Menschen. (…) Darum ist in den eher theologischen Texten immer auch von der bestehenden Welt die Rede, aber ihrer falschen Totalität und Absolutheit entkleidet und konfrontiert mit dem, was in ihr selbst sie transzendiert.

16. November 2016 by

Der Titel ist leider vergriffen.

Das Thema »Philosophie im interkulturellen Vergleich« scheint angesichts der vorherrschenden postmodernen Skepsis aktueller denn je, wenn überhaupt ein Lernprozess über die regionalen Begrenztheiten hinaus in Gang kommen soll. Die hier vorgestellte »Philosophie der Befreiung« des Argentiniers Enrique Dussel hat in Europa beträchtliche Resonanz gefunden. Dies sowohl wegen ihrer engen Beziehungen zur Befreiungstheologie als auch wegen ihres Dialogs mit der Diskursethik von Karl Otto Apel und Jürgen Habermas.
Die Philosophie der Befreiung entwickelt ihr »Unbehagen an der Moderne« (Charles Taylor) aus einer Situation existentieller Armut und Unterdrückung. Die Studie von Penner bietet eine umfassende Darstellung, die zugleich Dussels Konzeption beständig auf die europäischen Quellen zurückbezieht. Sie kann auch selbst als ein systematischer Ansatz zur Befreiungsethik gelesen werden.

16. November 2016 by

Der Titel ist leider vergriffen.

Peter Weiss sah in den Figuren seiner Romantrilogie »Repräsentanten bestimmter Kräfte«. Die Studie von Achim Kessler legt das Gestaltungsprinzip der allegorischen Typisierung offen und enthüllt den Roman als »großes Welttheater« in der Nachfolge der voraufklärerischen literarischen Tradition.
In Anlehnung an historische Persönlichkeiten wie etwa den KPD-Funktionär und späteren SPD-Politiker Herbert Wehner, den Arzt und Sexualreformer Max Hodann oder die schwedische Schriftstellerin Karin Boye wählte Weiss seine Figuren im Hinblick auf die gestalterische Entwicklung des Ich-Erzählers. Sie bringen ihm bestimmte Standpunkte oder Kunstauffassungen nahe, die er aufnimmt oder verwirft. Auch der Ich-Erzähler ist nicht als psychologisch motivierte Figur gestaltet. Er steht für ein kollektives Subjekt der Emanzipation und kann so als künstlerische Realisierung »einer Synthese zwischen Individuen und Kollektiv« (Ernst Bloch) verstanden werden. Die Studie wirft aber auch die Frage auf, ob nicht der Versuch, in der Darstellung des Geschlechtergegensatzes den Frauen als anarchisch-subjektivem Potential literarisch zum Durchbruch zu verhelfen, trotz der antipatriarchalen Haltung von Peter Weiss und seiner erklärten Sympathie für die Frauenbewegung als gescheitert gelten muss.

16. November 2016 by

Monika Schäfer entwickelt ein neues sozialwissenschaftliches Konzept, mit dem sich die aktuelle Globalisierung als herrschaftlicher Prozess analysieren und begreifen lässt. Danach ist die Verhinderung kultureller Kontingenz das entscheidende Phänomen der Globalisierung. Das Buch spürt den Herrschaftscharakter der Globalisierung in der stetigen und gleichzeitigen Zunahme von gesellschaftlicher Ungleichheit und kultureller Vereinheitlichung auf. Die Notwendigkeit einer konstitutionstheoretischen Analyse erfordert Konsequenzen für derzeit gangbare Wege praktischer Herrschaftskritik. Als privilegierter Ansatzpunkt wird u. a. die Desidentifikation vom Konzept des rationalen Akteurs und die dissidente, lebenspraktische Irritation der institutionell normalisierten asymmmetrisierenden sozialen Muster nahegelegt, innerhalb deren sich das soziale Leben vollzieht.
Schäfers Kernfrage ist, was weltsystemische Herrschaft sichert und unsichtbar macht. Herrschaft kommt in der Nichtung von Vielfältigkeit und kultureller Kontingenz zum Ausdruck – dies erhärtet Schäfer durch eine Verknüpfung von Weltsystemtheorie, Organisationssoziologie, Feminismus und Neoinstitutionalismus.

16. November 2016 by

Dieser Jahresband stellt Forschungsberichte vor, die im Zusammenhang mit der Kommentierung der Marx’schen Manuskripte und des Kapital in der Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA) entstanden sind. Michael Krätke geht der Frage nach, ob das Kapital einen Schluss habe, Izumi Omura untersucht den Entstehungsprozess der endgültigen Konzeption des Marx’schen Werkes, Ludmila Vasina informiert darüber, warum Engels nicht alle Manuskriptteile von Marx für den zweiten Band des Kapital genutzt hat. Über Transaktionskosten und Zirkulationskosten schreibt Fritz Fiehler. Oscar Eisengarten, den persönlichen Sekretär von Engels bei der Redaktionsarbeit am zweiten und dritten Band des Kapital, stellt Keizo Hayasaka vor. Die Rezeption von Marx’ Krisentheorie im Kontext der Reproduktionsschemata von Tugan-Baranovskij und Bucharin wird von Jannis Milios und Georg Economakis untersucht, während sich Wladislaw Hedeler mit Bucharins Akkumulationstheorie auseinandersetzt.

16. November 2016 by

An den Bildungsbegriff waren zu Beginn der Moderne die Emanzipationshoffnungen des Bürgertums geknüpft, und noch heute steht er in der sozialdemokratischen Forderung »Bildung für alle« für die Durchsetzung der Forderung nach Chancengleichheit. Hofmeister analysiert das »diskursive Feld«, in dessen Brennpunkt der Bildungsbegriff steht. In Anlehnung an die Lerntheorie Klaus Holzkamps entwickelt er Elemente eines subjektwissenschaftlichen Bildungsbegriffs, deren praktischer Nutzen an fünf Fallstudien dargelegt wird. Die Ergebnisse sind für bildungspolitische Fragen und Probleme der Berufs- und Bildungsberatung nutzbar.

16. November 2016 by

Inhalt
Editorial
Ulrike Behrens: Empirische Fragen beim Lösen des »Rätsels Lernen«
Lorenz Huck: Möglichkeiten und Behinderungen kooperativen Lernens. Anmerkungen zu Frigga Haugs »Lernverhältnissen«
Christina Kaindl: Lernverhältnisse im Neoliberalismus. Teil I: Eine Auseinandersetzung mit Frigga Haugs Kritik an Holzkamps Theorie zu Lernen – symptomal gelesen
Ines Langemeyer: Klaus Holzkamps »subjektwissenschaftliche Grundlegung« des Lernens und Frigga Haugs Untersuchung von »Lernverhältnissen« im Spiegel des heutigen Imperativs zur Eigenverantwortung
Morus Markard: Lernen im Kapitalismus – oder: Erfahrung macht (auch) bloed
Gisela Ulmann: Werden Menschen massenhaft konditioniert? Zur Relevanz behavioristischer und subjektwissenschaftlicher Kategorien fuer die (Re)Interpretation empirischer Daten zum Lernen
»Kategoriale, theoretische und empirische Probleme bei der Erforschung des Lernens«: Dokumentation des Colloquiums, das die Gesellschaft für Subjektwissenschafltiche Forschung und Praxis anlässlich des Buches von Frigga Haug »Lernverhältnisse – Selbstbewegungen und Selbstblockierungen« am 24. April 2004 veranstaltet hat

16. November 2016 by

Emmanuel Cooper Band 3

Südafrika 1953. An einem frühen Oktobermorgen erhält Detective Emmanuel Cooper zu nachtschlafender Stunde einen Anruf: Sein Chef schickt ihn in die Drakensberge, um einen anonym gemeldeten Todesfall zu untersuchen. Zulu-Detective Shabalala soll ihn als Übersetzer und Fährtenleser begleiten. Vielleicht kann dieser Fall die beiden in Ungnade gefallenen Kriminalermittler rehabilitieren?
Wie aufgebahrt liegt ein junges Mädchen auf dem abgelegenen Felsplateau. Aber woran starb Amahle, die Tochter des Zulu-Chiefs? Wer hat Blumen über sie gestreut und ihren Leichnam vor Raubtieren beschützt? Cooper und Shabalala treffen überall auf Dünkel und Argwohn. Jeder im Tal scheint Dreck am Stecken zu haben. Und je tiefer Emmanuel bohrt, desto grimmiger wird das Schweigen, das ihm entgegenschlägt. Bis jemand erneut zu Gewalt greift.

Tal des Schweigens wurde für den Edgar Award nominiert und stand auf der Top Ten von ›Publishers Weekly‹, auf der Shortlist für den ›Anthony Award‹ sowie für den ›Ned Kelly Award‹.

Kommentar der Verlegerin: Diese aufregende Erzählung aus dem Herzen einer repressiven, zutiefst patriarchalen Kolonialgesellschaft kombiniert das unbeschwerte Vergnügen eines fulminanten historischen Kriminalromans mit tiefen Einsichten über die Art, wie Menschen sich in Gesellschaft positionieren, worauf sie mit Angst, mit Anpassung, mit Aggression oder mit gesteigerter Kompetenzbildung reagieren. Die Konflikte der Figuren zeigen viel mehr als das Südafrika der 1950er: Sie zeigen, wie Unterdrückung und Ausbeutung, Hierarchie und Abgrenzung sich in Verhaltensweisen der Einzelnen reproduzieren. Das ist große Literatur, mitten im Genre. In ihrer Mischung aus historischer Genauigkeit, stringenter Plotführung und mitreißend geschilderten Auseinandersetzungen erlebe ich Malla Nunn als eine hochpolitische Dorothy Sayers der südlichen Hemisphäre: Wie Sayers in ›Gaudy Night‹ (dt.: ›Aufruhr in Oxford‹) den Kriminalroman zum wahrhaft bildenden Bildungsroman macht, indem sie Harriet Vane mit den sanktionierten Irrationalitäten ihrer Zeit und Erwartungen an ihr Geschlecht ringen lässt, so erzählt Malla Nunn hier durch Emmanuel Coopers innere Kämpfe von einem kolonial geprägten Männer- und Menschenbild, das die Politik, die Weltkriege und die Identitätsbildung des ganzen 20. Jahrhunderts berührt. Die Tiefe von Malla Nunns literarischen Gestalten flicht quer zu Coopers Betrachtungen und Ambivalenzen einen ganzen Kosmos aus komplex motivierten, unterschiedlich in die Verhältnisse verstrickten Personen ein, an deren Schicksalen man lebhaften Anteil nimmt: Gern würde ich Dr. Daglish durch einen weiteren Roman begleiten oder miterleben, wie es mit Mandla und Nomusa weitergeht. Dass ich Detective Sergeant Emmanuel Cooper und Constable Shabalala auch künftig überallhin folgen möchte, steht sowieso außer Frage. – Else Laudan

Die Emmanuel-Cooper-Reihe:
Bd. 1 – Ein schöner Ort zum Sterben (Ariadne 1261)
Bd. 2 – Lass die Toten ruhen (Ariadne 1262)
Bd. 3 – Tal des Schweigens (Ariadne 1207)
Bd. 4 – Zeit der Finsternis (Ariadne 1217)

Auch als E-Book bei CulturBooks, auf allen gängigen Portalen.

16. November 2016 by

Ein Ende der gegenwärtigen Wirtschaftskrise ……ist nach wie vor nicht in Sicht: Rezession, Rekordarbeitslosigkeit, Deflationsgefahr prägen Europa und andere Regionen der Welt. In einer solchen Situation ist das Streben nach einer Gesellschaft, die nicht länger vom Prinzip der Profitmaximierung bestimmt ist, von höchster Aktualität. Die hier versammelten Autor*innen sind sich bei allen Unterschieden einig, dass dem Kapitalismus die Tendenzen zur sozialen Polarisierung, zu Umweltzerstörung und zu Krisen immanent sind. Nur wenn das System als Ganzes überwunden wird, können die zerstörerischen Tendenzen dauerhaft beseitigt werden. Dieses Buch will die Suche nach Wegen der Gesellschaftsveränderung unterstützen und die Diskussion über die geeigneten Instrumente dazu vorantreiben. Die Autoren kritisieren die bisherigen sozialistischen Staaten als mangelhaft und stellen diverse Konzepte zur Überwindung des Kapitalismus vor, etwa das bedingungslose Grundeinkommen, die Wirtschaftsdemokratie, die ›sozialistische Marktwirtschaft‹ und den ›Commons‹-Ansatz. Dabei geht es nicht um das Ausmalen einer Utopie, sondern darum, mit welchen realen ökonomischen Schritten der Kapitalismus zu überwinden ist. Klarheit hierüber ist notwendige Voraussetzung für eine systemkritische linke Bewegung.

Inhalt
Vorwort: Heinrich Harbach & Tobias Reichardt: Einleitung
Renate Dillmann: Warum ist der chinesische Sozialismus gescheitert?
Rüdiger Mats: Mit ökonomischen Hebeln in den Ruin. Marktelemente im Realsozialismus – Voraussetzungen, Scheitern, politische Konsequenzen
Jörg Roesler: Ökonomische, soziale und politische Ursachen des Scheiterns bzw. der Weiterexistenz sozialistischer Staaten zu Beginn der 1990er Jahre. Ein Vergleich
Peter Fleissner: Die Rolle der Werttheorie in einer Übergangsgesellschaft
Stephan Krüger: Sozialistische Marktwirtschaft. Sozialismus-Konzeption für entwickelte kapitalistische Ökonomien und differenzierte bürgerliche Gesellschaften
Rüdiger Wilke: Über die Vorgehensweise beim Design einer gebrauchswertorientierten Ökonomie
Heinrich Harbach: Ist »Marktwirtschaft« der Endzustand der Menschheitsgeschichte? Systemgenetische Verflechtungen und Auflösungsbedingungen von Warenproduktion und Warenzirkulation in einer postkapitalistischen Übergangsgesellschaft
Heiko Vollmann: Kommunismus und Übergangsgesellschaft
Andreas Fisahn: Rechtliche Probleme einer Übergangsgesellschaft. Politisch-praktische Ansätze
Karl Reitter: Die Bedeutung des bedingungslosen Grundeinkommens in einer möglichen Übergangsgesellschaft. Den sich auf Marx berufenden KritikerInnen des Grundeinkommens gewidmet
Richard Detje: Wirtschaftsdemokratie – ein neues Transformationsprojekt. Versuch eines Neueinstiegs »von unten«
Dieter Sauer: Arbeit im Übergang – Gesellschaftliche Produktivkraft zwischen Entfaltung und Zerstörung
Stefan Meretz: Commonismus statt Sozialismus
Über die Autoren

16. November 2016 by

Wie die Ware, so veraltet auch das menschliche Denken, Fühlen und Handeln fortwährend. Der Kampf gegen die Unzeitgemäßheit von Lebensstilen ist längst zum festen Bestandteil unserer Arbeits- und Konsum-Biographien geworden. Es erstaunt deshalb nicht, dass sich im Fundus der Kultur der vergangenen achtzig Jahre zahlreiche Figuren der Veraltung und Modernisierung finden: vom amerikanischen und europäischen Spießer der 20er Jahre über die ›neue‹ Frau und das ungleiche Paar von Hippie und Bürger bis hin zum ›Spießer der Zukunft‹, wie er heute zur Disposition steht. Barfuss’‘ Studie macht hinter solchen Typisierungen die Tätigkeit einer Vielzahl von Künstler*innen und Intellektuellen sichtbar. Sie erzeugen das kulturelle Klima, in dem wir langsam andere werden. Bei der Frage nach der Handlungsfähigkeit der neuen Subjekte erweist sich das bizarre Bewusstsein als Schlüsselkategorie; denn auch wo sich die Einzelnen in eine zeitgemäße Konformität eingliedern, bleiben sie im täglichen Lebensvollzug zur Integration von Widersprüchen und Ungleichzeitigkeiten gezwungen.

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