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Suchergebnisse für: Historisch-kritisches W��rterbuch des Marxismus

16. November 2016 by

Der Titel ist leider vergriffen.

»Wo liegt denn das wirkliche Bedingungsgefüge unseres psychischen ›Wachstums‹, unserer Entwicklung, unserer Wahrnehmungsweisen, unseres Verhaltens – gattungsgeschichtlich, für die Lebensgeschichte der Individuen, für dich und für mich?« (Brückner, aus der Einleitung)
Das Ganze, den Zusammenhang denken, heißt fur eine kritische Sozialpsychologie vor allem – und Peter Brückner hat dies in der Sozialpsychologie des Kapitalismus exemplarisch ausgeführt –, Ökonomie, Kultur, Soziales und Psyche als scheinbar völlig unabhängig voneinander existierende Sachverhalte zusammenzuspannen, sie so zu vermitteln, dass Phänomene wie z.B. Kindesmissbrauch und -tötung auf eine Art und Weise erklärbar werden, die den Blick weg richten von den Tätern und hin auf die Verhältnisse, in denen Menschen zu Tätern und zu Opfern werden können.
»Was soll man von Erfahrungswissenschaften halten, deren Analysen zeigen, dass ihnen der Schreck über Auschwitz nie in die Glieder gefahren ist?«, fragte Peter Brückner vor 20 Jahren in seinem Einleitungstext zu diesem Buch. Orientiert an Adornos Diktum, dass alles unternommen werde, damit Auschwitz sich nicht wiederhole, analysiert Brückner die Formen von Gewalt, welche die bundesrepublikanische Wirklichkeit auszeichneten und die sich bis heute kaum verändert haben. Vor allem die Analysen gewaltförmiger Beziehungen innerhalb der bürgerlichen Familie – später auf den Tatbestand des sexuellen Missbrauchs verengt und skandalisiert – zeigen, dass Brückner es versteht, Subjektivität (Biografie, Sozialisation etc.) und Gesellschaft (Politik, Ökonomie, Wissenschaft etc.) zusammenzudenken wie kein anderer Sozialpsychologe.

16. November 2016 by

Der Titel ist leider vergriffen.

Die aktuelle weltweite Kreditkrise zeigt, dass der unvermittelte Umschlag des Kreditsystems ins Monetarsystem keineswegs nur ein Phänomen des Geldsystems des 19. Jahrhunderts war, welches heutzutage keine Gefahr mehr darstellen würde. Diese Gefahr, gern als »Kernschmelze des internationalen Finanzsystems« bezeichnet, rückt die Frage nach der Qualität des heutigen Geldes erneut ins Zentrum des Interesses. Die seit dem Ende des Bretton-Woods-Systems nicht mehr gegebene formelle und fixe Konvertibilität der Währungen gegenüber der Geldware Gold hat verschiedene Interpreten des Kapitals veranlasst, die Notwendigkeit einer Geldware für die Konsistenz der Marxschen Theorie in Frage zu stellen. In Auseinandersetzung mit solchen Interpretationen wird zunächst die Notwendigkeit der Existenz einer Geldware als Resultat einer gesellschaftlichen Praxis nachgewiesen, in der die Menschen unbewusst-bewusst die in verschiedenen Formen des Werts erscheinenden ökonomisch-gesellschaftlichen Verhältnisse schaffen. Weiterhin wird der Entfaltung der Geldfunktionen im Kapital und der daraus resultierenden besonderen Geldformen bis hin zum Kredit- und Bankensystem nachgegangen und die Verselbständigung dieser Geldformen sowie ihr Rückbezug auf die Geldware untersucht. Abschließend wird das heutige Zentralbankgeld als eine spezifische Symbiose von Wertzeichen und Kreditgeld bestimmt und der Versuch unternommen, anhand der Geldpolitik der Deutschen Bundesbank die praktische Vermittlungskette von der Geldware zum heutigen Repräsentativgeld darzustellen, d. h. den praktischen Denominationsprozess, der es den Währungen ermöglicht, auch bei nicht mehr gegebener formeller Goldkonvertibilität als Maß der Werte zu dienen. Die Beiträge wollen eine Grundlage für weitere Forschungen schaffen, um ausgehend von den Basiskategorien des Marxschen »Kapitals« deren Vermittlung mit den heutigen Erscheinungsformen von Geld, Währung und Preisen schlüssig darzustellen.

16. November 2016 by

Der Titel ist leider vergriffen.

»Praxisrelevanz« des Studiums –– Vorbereitung der künftigen Hochschulabsolventen auf eine flexible Bedienung der Erwartungen beliebiger Auftraggeber? Entgegen dieser neoliberalen Vorstellung bedeutet „»Projektstudium«“ in der Tradition der Kritischen Psychologie, auf der Einsicht in die Widersprüchlichkeit psychologischer Praxis zu beharren; zu studieren und zu probieren, wie weit und wohin man kommt, wenn man den Zusammenhang von Psychologie- und Gesellschaftskritik auch in Praktikum und Praxis nicht aufgeben will. Ihre dabei gemachten Erfahrungen untersuchen Studierende und Lehrende des Ausbildungs-Projekts „»Subjektwissenschaftliche Berufspraxis«“ an der Freien Universität Berlin. Themen: Darstellung und Analyse von Praktika in verschiedenen Bereichen (wie Therapie, Gefängnis, Gewalt gegen Kinder); Organisation, Konzepte und Methoden der Projektarbeit; Verbindung von Praxis und Lehre. Leitfäden für Praktika und Falldarstellungen und neue Überlegungen zu Methodenfragen Kritischer Psychologie schließen den Band ab.
261 Seiten

16. November 2016 by

INhalt:
Joachim Hirsch: Die Internationalisierung des Staates
Bob Jessop: (Un)Logik der Globalisierung. Der Staat und die Reartikulation des ökonomischen Raumes
Mario Candeias: Restrukturierung der räumlichen Organisation des Staates
Markus Wissen: Die Transformation des regionalen Staates
Wolfgang Fritz Haug: Historischer Materialismus und Philosophie der Praxis. Von Marx zu Gramsci – von Gramsci zu Marx
Thomas Lemke: Immunologik – Beitrag zu einer Kritik der politischen Anatomie
Anna Schulte: Putzen, Tippsen und Tarife. Unterschiedliche Wahrnehmung und Bewertung der Qualifikation und des Fachwissens von Frauen und Männern

16. November 2016 by

Ein Gespenst geht um in der Welt. Es ist das Gespenst der Neuen Ökonomie. Revolution! Revolution! hallt es seit Jahr und Tag zwischen den »Panzerglastürmen der Hegemonie des Geldes« (Marcos). Das Wort schreckt den Bürger nicht mehr, seit die soziale Aktion marginalisiert und die sozialistische fürs Erste blamiert und begraben ist. Als das »Herz alles Neuen« (Ramonet) aber erscheint das Internet. Unter den Dispositiven des transnationalen High-Tech-Kapitalismus ist es zu Beginn des 21. Jahrhunderts ins Zentrum gerückt. Um die Analyse seiner Widersprüche, seiner kapitalistischen Beschlagnahme wie seiner zivilgesellschaftlichen Potenziale soll es in diesem Heft gehen.
Das Internet ist das Gravitationszentrum dessen, was als »Neuer Markt« und »Neue Ökonomie« beredet wird. Doch seine Bedeutung beschränkt sich nicht auf das, was in der ›neuen‹ Sprache »Technologiesektor« heißt. Ungleichmäßig, zeitversetzt, zieht es alles, was an menschlichen Austauschakten digitalisierbar ist, in seinen Bann und schickt sich an, alle gesellschaftlichen Sphären und individuellen Praxisformen nach seinen Möglichkeiten umzumodellieren.

Mit Beiträgen von: Ellen Balka, Marisa Belauseguigoita Rius, Mario Candeias, Robert W.Chesney, Edeltraud Hanappi, Frigga Haug, W.F. Haug, Ursula Huws, Elisabeth List, Johannes Moes, Christof Ohm, Fanny-Michaela Reisin, Rainer Rilling, Raul Rojas, Saskia Sassen, Klaus Schönberger u.a.

16. November 2016 by

Der Schwerpunkt dieses Heftes beschäftigt sich nun explizit mit der Frage der Periodisierung kapitalistischer Entwicklung. Bob Jessop erörtert in seinem Beitrag die verschiedenen epistemologischen und methodologischen Implikationen seines strategisch-relationalen und regulationstheoretisch orientierten Konzepts der Periodisierung im Unterschied zu anderen Darstellungen der Zeitlichkeit gesellschaftlicher Entwicklung und illustriert dies in Bezug auf den Fordismus und Postfordismus. Auch der Beitrag von Sabah Alnasseri, Ulrich Brand, Thomas Sablowski und Jens Winter knüpft an die Regulationstheorie an, verbindet theoretisch-konzeptionelle Überlegungen mit einer Skizze der fordistischen und postfordistischen Entwicklung und legt dabei den Akzent auf die sich wandelnden Raumbezüge des Kapitalismus. Aus der Perspektive von Giovanni Arrighi und Jason W. Moore ist die kapitalistische Entwicklung von rekurrenten Phasen finanzieller und materieller Expansion geprägt, die zugleich mit dem Aufstieg und Niedergang von Hegemonialmächten im Weltsystem zusammenfallen. Dabei diagnostizieren sie für die bisherige Geschichte eine zunehmende Machtkonzentration bei den Hegemonialmächten, eine Verkürzung der Hegemoniezyklen und eine Pendelbewegung zwischen kosmopolitisch-imperial und korporativ-national orientierter Hegemonie, die mit Phasen der extensiven und intensiven Akkumulation einhergeht. Alex Demirovic kritisiert aus einer an Gramsci orientierten Perspektive Verkürzungen der Periodisierungsdiskussion, die mit einem unzureichenden Verständnis des Konstitutionsprozesses von Hegemonie zusammenhängen. Aus dieser Sicht müsste die sich wandelnde Praxis von Intellektuellen in umfassenderer Weise analysiert werden.

16. November 2016 by

Fragen einer Kritik des Biokapitalismus
Neues Jahrtausend – neue Biologie? Grenzen des Naturerkennens
Die kulturelle Bedingtheit genetischer Konzepte: Das Beispiel Genomic Imprinting
Biopiraterie, geistiges Eigentum und technologische Herrschaft: Das Beispiel Mexiko
Bioinformation als Ware
Von der Petrochemie zur Hightech-Bioproduktion
Mit Naturfrömmigkeit gegen Biokapitalismus?
Humantechnik und Moralphilosophie
Umweltmedizin und Genomforschung
Jemandem gerecht werden. Geschlechtsangleichung und Allegorien der Transsexualität
Hoffen, Fürchten, Kritisieren? Biotechnik in der populären Kultur und die Generationen der Kritik
Genfetischismus
Die Heraufkunft der kapitalistischen Fortpflanzung
Patentierter Kapitalismus. Zur politischen Ökonomie genetischer Ressourcen
Die Perspektive des ökologischen Sozialismus

Mit Beiträgen von:
Susanne Bauer, Ulrich Brandt, Judith Butler, Rolf Czeskleba-Dupont, Gian Carlo Delgado Ramos, Barbara Duden, Stephen Geene, Martha E. Gimenez, Christoph Görg, Donna Haraway, Wolfgang Fritz Haug, Kai Kaschinski, Bärbel Mauss, Mary Mellor, Marge Piercy, Tilman Reitz, Hillary Rose, Steven Rose, Christoph Spehr, Verena Stolcke, Victor Wallis, Michael Weingarten, Susan Wright

16. November 2016 by

Inhalt:

Produktionsweise:
Wolfgang Fritz Haug: Zur Frage der Im/Materialität digitaler Produkte
Ralf Krämer: Informationsrente – Zur politischen Ökonomie des Informationskapitalismus
Sabine Nuss: Zur Verwertung allgemeinen Wissens. Ein kapitalistisches Geschäftsmodell mit Freier Software
Lothar Hack: Organisationsvermögen. Gesellschaftliche Formbestimmungen von Wissen in globalisierten Kontexten
Mikiya Heise: Phantasmagorien der »Netzwerkgesellschaft«. Zu Manuel Castells
Susanne Schultz: Biopolitik und affektive Arbeit bei Hardt/Negri
Gruppe Blauer Montag: Arbeitskraftunternehmer, Ich-AG und »aktivierender Sozialstaat«. Die neuen Hierarchien des Arbeitsmarktes
Andreas Boes: »Neue Arbeitskrafttypen« und verfasste Mitbestimmung. Auseinandersetzungen in der IT-Industrie
Boy Lüthje und Martina Sproll: ›Produktion als Dienstleistung‹. Kontraktfertigung in der IT-Industrie als gewerkschaftspolitische Herausforderungen
Ngai-Ling Sum: »Siliconization« in Ostasien
Ursula Huws: Die Produktion eines Kybertariats. Die Wirklichkeit virtueller Arbeit

Reproduktionsweise:
Bob Jessop: Informationskapitalismus und Empire – Verklärungen der US-Hegemonie
Jens Wissel: »Naming the Beast«. Nicos Poulantzas und das Empire
Kees van der Pijl: Imperiale Ethik und Ästhetisierung der Weltpolitik
Albert Scharenberg: Nationalismus und Regionalismus als Momente der Globalisierung
Leo Panitch: Gewalt als Mittel für Ordnung und Veränderung
Der Krieg gegen den Terror und die Globalisierungskritiker

Außerdem: Nachrichten aus dem Patriarchat, Verlagsmitteilungen, Kongressberichte, Besprechungen.

16. November 2016 by

Inhalt:

Wolfgang Fritz Haug: Zur Dialektik des Antikapitalismus
Wolf-Dieter Narr: Dialektik der Antikapitalismen
Ewald Lienen: Radikale Transformation als (Ver-)Lernprozess
Christina Kaindl: Antikapitalismus von rechts
Daniel Bensaïd: Utopisches Moment und strategische Neugründung
Paco Buey: Der Sozialismus des 21. Jahrhunderts und wir Europäer
David Harvey: Enteignung gehört zum Wesen des Kapitalismus

Lothar Peter: Marburger und Frankfurter Schule im Vergleich
Christina Hee Pedersen: »Ich hoffe, Sie können einen Witz vertragen«
Thomas Wagner: Zum 100. Geburtstag von Georg Knepler
Rolf Geffken und Helmut Peters: Kontroverse über Chinas Rechtssystem

16. November 2016 by

Inhalt:

Krisen-Lektüren des marxschen Kapital:
Fredric Jameson: Eine neue Kapital-Lektüre
Hans Jürgen Krysmanski: Jamesons Versuch, das Kapital mit den Denkmitteln unserer Zeit zu entschlüsseln
David Harvey: Geschichte vs. Theorie. Zur Methode des Kapital
Wolfgang Fritz Haug: David Harveys amerikanischer Marx
Carlos Fernández Liria u. Luis Alegre Zahonero: Warenproduktion und kapitalistische Aneignung. Zum Aufbau des Kapital
Jannis Chasoglou: Ricardo und die Kritik der Politischen Ökonomie
Bernd Röttger: Grundprobleme materialistischer Kapitalismus- und Krisenanalyse.
Wolf-Dieter Narr: Kapitalismus höchster Stufe. Haugs Krisenlektüre der Gegenwart

Richard Sorg: Hans Heinz Holz und die Dialektik
Christian Siefkes: Subversives Gelächter – Hacker, Ethik und virtueller Kampf

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