Beschreibung
Der Band vermittelt vielfältige Einblicke in die chinesischsprachige Marx-Engels-Forschung. Er ist das Ergebnis der Zusammenarbeit mit Philosophen der Renmin-Universität in Beijing. So konnten junge AutorInnen gewonnen werden, die den aktuellen Stand der Marx-Engels-Forschung zu den Frühschriften von Marx bis zum Erscheinen des Manifests der Kommunistischen Partei und deren Editionsgeschichte analysieren. Was auffällt, ist die Verknüpfung der chinesischen Auffassungen mit der gesellschaftlichen Realität, die Suche nach einer genuin chinesischen Auslegung der Texte von Marx und Engels in Verbindung mit den aktuellen Diskussionen um die Anwendbarkeit des Marxismus auf China im 21. Jahrhundert.
Der zweite Teil versammelt Aufsätze, die an die vorigen Ausgaben der Neuen Folge anknüpfen, insbesondere der zweite Teil des Beitrags von Michael Hammerer, der nun ausführlich vergleicht, wie Marx die Analyse der Wertform und des Austauschprozesses in Zur Kritik (1859) und in der ersten Auflage von Band 1 des Kapitals (1867) dargelegt hat. Carl-Erich Vollgraf verfolgt die Bemühungen des lebensfreudigen Handelslehrlings Friedrich Engels um eine Kompensation für das ihm entgangene Studentenleben und die gleichzeitige Suche nach einer vielseitigen Projektionsfläche für sein zunehmend gesellschaftskritisches Denken. Die Bremer Jahre waren für ihn keine verlorene, sondern eine prägende Zeit.




