Beschreibung
Das wahre Leben
Es wird kälter in London. Während Schnellimbissdetektivin Hannah an der Fritteuse schwitzt, mehren sich rund um den Volkspark Fälle, bei denen die Polizei weder Freund noch Helfer ist: Sittenstrolche, Jugendbanden, Krisenfolgen statt Bürgerglück. Und Hannah, die nicht mal eine feste Bleibe hat, ist einfach nie herzlos genug, um dem Elend seinen Lauf zu lassen. Der nächste Fall allerdings wächst ihr flugs über den Kopf …
Die herzlose Detektivin ist Cody pur: rasant und ruppig mit präzisem Blick für Krisen und rabenschwarzem Galgenhumor.
Auch als Culturbooks-E-Book auf allen gängigen Portalen.
Vorbemerkung der Herausgeberin
Was macht Krimis zu Leuchtbojen? Detektivromane mit ihrer großen Tradition im Bloßstellen eines Systems, das Verbrechen je nach Geldbeutel ächtet, verwaltet oder hofiert – wie werden sie den aktuellen Krisen gerecht? Bei maroden Infrastrukturen, Klimakollaps, eskalierendem Hass und immer mehr Krieg kann einer das Lachen vergehen. Außer vielleicht, es gibt Pointen als Trost und Witz als Waffe. Was uns zu Liza Cody führt. Die hat eine ganze Klaviatur an Humor dabei, wenn sie loslegt und das wahre Leben zwischen zwei Buchdeckel rammt. Da wird geblödelt, aber auch scharf hingeschaut, niemand belehrt oder belächelt, nichts gehypt oder ausgeschlachtet. Die Kunst des Erzählens von unten: gewärtig, patzig, ungeschönt und gnadenlos unterhaltsam. Sehr aktuelle Kriminalliteratur, die ihren eigenen Groove hat und sogar den Pöbelton der Gegenwart zum Tanzen bringt.
Als kleiner Bonustrack hier ein Zitat aus Liza Codys aktuellem Newsletter (den man auf ihrer Website abonnieren kann):
Ich wollte ja frohe Botschaften verkünden, aber wie so oft in meinem sehr langen Leben sind die Nachrichten aus der realen Welt eher apokalyptisch. Das Einzige, was man tun kann, ist – im alten Hippiejargon – to keep on trucking. Wieso eigentlich »trucking«, frag ich mich, beim Schreiben kommen doch keine Lastwagen zum Einsatz, auch wenn man durchaus lange Strecken zurücklegen und eine Menge Fracht mitschleppen muss?
Mein zweites Buch mit Excop Hannah Abram, die als Privatschnüfflerin Fuß zu fassen versucht, ist soeben erschienen. Es heißt »Die herzlose Detektivin« und knüpft direkt an Hannahs ersten Auftritt als Schnellimbissdetektivin an. Hannah führt nicht gerade ein ordentlich geregeltes Leben. Meist ist das Chaos nur einen Schritt entfernt. Ich hoffe, das macht beim Lesen genauso viel Spaß wie beim Schreiben. Love, Liza
Von wegen herzlos: Hannah Abrams reizbare Kratzbürstigkeit antwortet akkurat auf die derzeit wuchernde Kombi aus entfesselter Austerität, palliativer Profitpolitik und tollwütigen Abwehrkämpfen des längst in die Mottenkiste gehörenden Patriarchats. Hannah ist meine Heldin dieser Tage. Else Laudan





