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Reihe Psychologie


Soziale Arbeit

Sylvia Siegel
Unmittelbarkeit
Kritik und Brechung der Gestalttherapie

Reihe Psychologie 11

394 Seiten · 23,00 €
ISBN 978-3-88619-733-0
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Unmittelbarkeit
Kritik und Brechung der Gestalttherapie

Therapieboom und -markt zum Trotz: In emanzipatorischer Perspektive (und damit in der Perspektive jedweder dem Anspruch nach kritischen Psychologie) steht Therapie unter dem Generalverdacht, Menschen anzupassen, sie in menschenfeindlichen Verhältnissen funktionstüchtig zu machen, ihnen gesellschaftliche Probleme in die Schuhe zu schieben, objektive Beschränkungen in subjektive Beschränktheiten umzudeuten – anders formuliert: die gesellschaftliche Vermitteltheit psychischer Probleme auszublenden. Im ungelösten Widerspruch dazu steht in Theorie und (therapeutischer) Praxis das Bemühen, dem humanen Anliegen der Psychologie Geltung zu verschaffen, unter Einbezug gesellschaftlicher Dimensionen zur Verminderung menschlicher Fremdbestimmtheit beizutragen.

"Sylvia Siegel bietet ihren Leserinnen und Lesern eine materialreiche – auf Theorie und Praxis gestützte – Möglichkeit nachzuvollziehen, wie einerseits in der Entwicklung der Gestalttherapie die gesellschaftliche Vermitteltheit menschlicher Existenz in verschiedenen Aspekten thematisiert, aber theoretisch nicht bestimmend wird und wie deswegen andererseits die Überwindung des Unmittelbarkeitsdenkens theoretisch und in der Praxis sozusagen »hinzugedacht« werden muss (und kann)."
Aus dem Vorwort von Prof. Dr. Morus Markard

   

Lorenz Huck
Jugendliche Intensivtäter/innen
Kriminelle Karrieren und Präventionsmöglichkeiten aus Sicht der betroffenen Subjekte

Reihe Psychologie 10

194 Seiten · 19,90 €
ISBN 978-3-88619-732-3
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Jugendliche Intensivtäter/innen

Kriminelle Karrieren und Präventionsmöglichkeiten aus Sicht der betroffenen Subjekte

Seit mehr als 30 Jahren wird in Deutschland eine kleine Gruppe registrierter Straftäter/innen als »Intensivtäter« gesondert bezeichnet und behandelt. Die Etikettierung rechtfertigt es, gegen die Betroffenen mit der vollen Härte des Gesetzes vorzugehen: dabei wird z. T. geltendes Recht gebeugt, in jedem Falle werden die Betroffenen nachhaltig stigmatisiert. In Berlin erfasst die Klassifizierung meist junge Männer mit Migrationshintergrund, die aus dem Bildungssystem herausgefallen sind, kaum berufliche Perspektiven haben und ohne größere Planung oder Organisation Eigentums und Gewaltdelikte begehen. Mittlerweile ist der Begriff »Intensivtäter« in die Alltagssprache eingegangen und wird als Reizwort in der Boulevardpresse verwendet, um Ängste der Bevölkerung aufzugreifen und weiter zu schüren. Vor dem theoretischen Hintergrund Kritischer Psychologie, in Auseinandersetzung mit kriminologischen Theorien und gestützt auf Interviews mit jugendlichen Insassen des Berliner Strafvollzugs liefert Lorenz Huck Argumente gegen personalisierende und individualistische Deutungen mehrfacher strafrechtlicher Auffälligkeit. Die kriminelle Aktivität jugendlicher »Intensivtäter/innen« wird als Versuch verstanden, sich aus einer Position gesellschaftlicher Marginalisierung zu befreien.

   

Gerlinde Aumann
Kritische Psychologie und PsychoanalyseHistorisch-subjektwissenschaftliche Analyse zum Geschlechterverhältnis

Reihe Psychologie 9

208 Seiten · 17,90 €
ISBN 978-3-88619-731-6
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Kritische Psychologie und Psychoanalyse

Historisch-subjektwissenschaftliche Analyse zum Geschlechterverhältnis

Die Geschlechterverhältnisse und die Neurosenlehre gehören zu den auffälligsten Lücken in der bisherigen Auseinandersetzung der Kritischen Psychologie mit der Psychoanalyse Freuds. Die Autorin analysiert diese Gegenstandsbereiche und setzt sie entgegen gängigen Rezeptionen zueinander ins Verhältnis.
Im Mittelpunkt dieser Reinterpretation steht das Verhältnis von Geschlecht und Sexualität. Freuds Verkehrung des Geschlechterverhältnisses in Sexualität wird überwunden, und die Geschlechterverhältnisse werden zurückgeholt in die damaligen geschlechtsspezifischen, gesellschafts- und formationsspezifischen Lebensverhältnisse.

Sowohl der systematische Einbezug der historischen Dimension als auch die hier berücksichtigten neueren Erkenntnisse der Praxisforschung sowie Reflexionen der psychotherapeutischen Praxis verleihen der kritischen Auseinandersetzung mit der Psychoanalyse neue Aktualität. Auf Grundlage der subjektwissenschaftlichen Konzeption von Trauma, Abwehr und Unbewusstem lassen sich psychische Probleme auf den aktuellen Lebenskontext beziehen und Ansatzpunkte zur Überwindung von Ausgrenzung und Unterdrückung entwickeln.

 
   

Morus Markard
Kritische Psychologie und studentische Praxisforschung

Reihe Psychologie 8

260 Seiten · 20,50 €
ISBN 978-3-88619-730-9
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Kritische Psychologie und studentische Praxisforschung

Wider Mainstream und Psychoboom

Konzepte und Erfahrungen des Ausbildungsprojekts Subjektwissenschaftliche Berufspraxis an der FU Berlin

»Praxisrelevanz« des Studiums – Vorbereitung der künftigen Hochschulabsolventen auf eine flexible Bedienung der Erwartungen beliebiger Auftraggeber? Entgegen dieser neoliberalen Vorstellung bedeutet "Projektstudium" in der Tradition der Kritischen Psychologie, auf der Einsicht in die Widersprüchlichkeit psychologischer Praxis zu beharren; zu studieren und zu probieren, wie weit und wohin man kommt, wenn man den Zusammenhang von Psychologie- und Gesellschaftskritik auch in Praktikum und Praxis nicht aufgeben will. Ihre dabei gemachten Erfahrungen untersuchen Studierende und Lehrende des Ausbildungs-Projekts "Subjektwissenschaftliche Berufspraxis" an der Freien Universität Berlin. Themen: Darstellung und Analyse von Praktika in verschiedenen Bereichen (wie Therapie, Gefängnis, Gewalt gegen Kinder); Organisation, Konzepte und Methoden der Projektarbeit; Verbindung von Praxis und Lehre. Leitfäden für Praktika und Falldarstellungen und neue Überlegungen zu Methodenfragen Kritischer Psychologie schließen den Band ab.

 


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