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Eine Veröffentlichung des InkriT
Deutsch von Erdmute Brielmayer
Herausgegeben und mit einer Einführung von Jan Rehmann
Berliner Beiträge zur Kritischen Theorie Band 9 und 10

Hardcover:
1104 Seiten in 2 Bänden, gebunden
mit Schutzumschlag & Lesebändchen
ISBN 978-3-88619-338-7
98 EUR Bestellen

Paperback:
1104 Seiten in 2 Bänden, broschiert
ISBN 978-3-86754-101-5
68 EUR Bestellen

Domenico Losurdo entwickelt entlang der Formel des »radikalen Aristokratismus« einen Leitfaden zur detaillierten Recherche durch Friedrich Nietzsches Werk, Leben und Umfeld. Am Ende der Analyse sämtlicher Bücher, Briefe und Traktate steht ein neues Nietzsche-Bild: der Philosoph, eingewoben in die Diskurse seiner Zeit, als Verfechter einer aristokratischen Reaktion, als Kämpfer gegen Demokratie, Sozialismus und Gleichheitsbestrebungen.

»Ein neues Nietzsche-Bild, hart an den Quellen.« Kurt Flasch

»Dieses Buch ist eine Tat!« Robert Steigerwald

»Messerscharfe analytische Qualitäten.« Ishay Landa, Kommune

»Eine Meisterleistung ... Meilenstein der Nietzsche-Rezeption.«
Moshe Zuckermann, junge Welt

»Nichts, was nach Umfang und Anspruch auch nur entfernt mit dem Buch von Losurdo vergleichbar wäre.« Ernst Nolte

Auf der Liste Sachbücher des Monats November 2009 (gewählt von einer Jury aus NDR Kultur, NZZ, Zeit, FAZ, Süddeutsche, DeutschlandRadio u.v.a.)

Nietzsche politisch lesen!

Losurdos Untersuchung durchbricht eine unfruchtbare Frontstellung, die die Nietzsche-Forschung beherrscht: auf der einen Seite eine »Hermeneutik der Unschuld«, die die brutalsten Stellungnahmen des Philosophen als kunstvolle, tiefsinnige Metaphern verstehen will, auf der anderen Seite ein von Lukács geprägtes Paradigma, das Nietzsche dem »Irrationalismus« zuordnet und als unmittelbaren geistigen Vorläufer des NS-Staats behandelt. Indem Losurdo die Philosophie Nietzsches im historischen Kontext des späten 19. Jahrhunderts untersucht, wird ein ideologisches Geflecht sichtbar, das Nietzsche als Teil einer gesamteuropäischen Bewegung zur Abwehr und Überwindung der Französischen Revolution und des von ihr eingeleiteten Revolutionszyklus zeigt.

Robert Steigerwald über Losurdos Nietzsche-Buch:
»Dieses Buch ist eine Tat! An diesem Buch kann, wer sich mit Nietzsche befassen will, fürderhin nicht mehr vorbeigehen. Ihr, die ihr gegen jede Form der Barbarei ankämpfen wollt, habt mit diesem Werk eine starke, langwirkende Waffe in den Händen. Nutzt sie!«
Robert Steigerwald in: Unten, wo das bürgerliche Leben … Über Philosophie und Philosophen. Vermischte Schriften in drei Bänden. Erster Band, Kulturmaschinen Verlag, ISBN 978-3-940274-10-6

Moshe Zuckermann in der jungen Welt:
»Politische Demaskierung eines radikal-aristokratischen Philosophen: Domenico Losurdo hat mit seinem Zweibänder über Nietzsche eine Forschungsarbeit vorgelegt, die neue Maßstäbe setzt ... Eine Meisterleistung, der nicht von ungefähr bereits bescheinigt worden ist, einen Meilenstein der Nietzsche-Rezeption darzustellen, eine wissenschaftliche Errungenschaft, welche bald schon zum Standardwerk in diesem Bereich der europäischen Geistesgeschichte avancieren dürfte. In der Tat wird künftig niemand, der sich mit der politischen Dimension des Nietzscheschen Denkens befaßt, an diesem Buch vorbeikommen. Es setzt neue Maßstäbe; zu schlüssig, zu prägnant seine analytischen Koordinaten, als daß man es je wird ignorieren dürfen.« Moshe Zuckermann, junge Welt.
(Link zur Rezension:) https://www.jungewelt.de/loginFailed.php?ref=/2009/10-16/007.php

Ishay Landa in der Kommune:
»Domenico Losurdo ist ein international renommierter Philosoph und Politologe mit zahlreichen Publikationen. Er zeichnet sich durch akribisch recherchierte sowie klar und logisch strukturierte Studien aus. Sein Nietzsche-Buch ist wohl die beste Gesamtdarstellung der politischen und sozialen Dimensionen der Gedanken Nietzsches. Es handelt sich um ein imposantes Werk von mehr als tausend Seiten, in dem die Philosophie Nietzsches sukzessive auf ihre soziale Basis zurückgeführt wird. Anhand einer minutiösen Analyse von Nietzsches Werk, das auch den Nachlass und die Korrespondenzen einschließt, wird gezeigt, wie der Philosoph kein bloßer Kulturkritiker war, der die Politik verabscheute, sondern ein Denker, der an den sozialen und politischen Fragen seiner Zeit zutiefst interessiert war.
Es ist davon auszugehen, dass Nietzsche, der aristokratische Rebell aufgrund seines detailreichen und nahezu vollständigen Porträts und der messerscharfen analytischen Qualitäten als Standardwerk in die Nietzsche-Forschung eingehen wird.«
Ishay Landa, Kommune 2/2010

Kurt Flasch in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung:
»Wer riskiert hierzulande schon eine minutiöse Analyse des Gesamtwerks Nietzsches? Aus Italien kommt der massiv-gelehrte Einspruch, auf den wir gewartet haben. Ein neues Nietzsche-Bild, hart an den Quellen: Domenico Losurdo liest den Philosophen auf detaillierte Weise konsequent politisch. Es gibt nicht viele Bücher über Nietzsche, aus denen man so viel lernen kann wie aus diesem. Losurdo hat der europäischen Nietzsche-Gemeinde einen massigen Stein in den Vorgarten geworfen. Es wird vergnüglich sein zu sehen, wie man sich an ihm zu schaffen macht.«

Ernst Nolte im Jahrbuch für Extremismus und Demokratie:
»Domenico Losurdo, Professor an der Universität Urbino und Anhänger der „Rifondazione comunista“, ist einer der profiliertesten Linksintellektuellen Italiens. Nur wenige Italiener dürften die Originalschriften des Deutschen Idealismus, des Marxismus und des philosophisch-historischen Denkens der Gegenwart in Deutschland so gut kennen wie er; mehrere seiner Bücher sind ins Deutsche übersetzt worden. Die erste Eigentümlichkeit seiner Studie ist sinnlich wahrnehmbar: Es handelt sich um ein sehr umfangreiches Werk von nahezu 1.200 Seiten. Innerhalb der Nietzsche-Literatur ist es in der Nähe des Standardwerks von Charles Andler über  „Nietzsche, sa vie et sa pensée“ und der großen Biographie von Carl Paul Janz anzusiedeln. Ein zweites Hauptmerkmal des Buches von Losurdo besteht darin, daß Marx und Engels als die Hauptgegenspieler Nietzsches betrachtet werden und auch dann präsent sind, wenn von ihnen nicht ausdrücklich die Rede ist. Was Nietzsche bejaht, wird von Marx verabscheut: das Sklaventum, die Ausbeutung, die Ungleichheit, der Widerstand gegen die Emanzipation der Arbeiter, der Frauen,  der Kolonialvölker. Dem Reaktionär Nietzsche steht in Marx der Emanzipator und Vorkämpfer des Fortschritts gegenüber. Das dritte Hauptmerkmal dürfte der beträchtliche Platz sein, der den intellektuellen Zeitgenossen Nietzsches eingeräumt wird: Renan, Tocqueville, Gobineau, Mill, Carlyle, Heine, Richard Wagner. Wer die Nietzsche-Literatur als ganze vor Augen hat, erkennt, daß Losurdos Interpretationsweise keinesweg vorherrscht, aber unzweifelhaft legitim ist. Meines Wissens gibt es in diesem Bereich nichts, was nach Umfang und Anspruch auch nur entfernt mit dem Buch von Losurdo vergleichbar wäre.«




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