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Briefe aus der Ferne
ISBN 978-3-86754-304-0
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Ein weltweites Projekt

Mit dem Anliegen, eingreifende feministische Politik zu entwerfen, wandte sich Frigga Haug an Frauen in aller Welt. Ihr Aufruf erhielt ein starkes Echo und aktivierte politische Energie rund um den Globus:
49 Feministinnen aus 13 Ländern auf 6 Kontinenten meldeten sich zu Wort.

Die Briefe aus der Ferne zeigen, wie global diese Welt auch den Feminismus gemacht hat. Die Beiträge variieren von sachlichen Bestandsaufnahmen der politischen Lage an verschiedenen Orten über theoretische Erörterungen möglicher Politikformen bis zu flammenden Postulaten für Bündnisse gegen den globalen Kapitalismus. Die Orientierung über den jeweils eigenen Tellerrand hinaus, vielerorts schon vollzogen, anderswo noch Vision, lässt das Projekt über den Hier-und-jetzt-Bezug hinaus in die Zukunft weisen.

Jede Politik, die heute gemacht wird, betrifft das Soziale. So gut wie alles hat globale Folgen. Eine feministische Einmischung ist im Gang.


Frigga Haug (Hg.):
Briefe aus der Ferne
Anforderungen an ein feministisches Projekt heute

Inhalt

Frigga Haug: Einleitung

Die Briefe
Mari Paz Balibrea:  Linker Feminismus heute
Abigail Bray
Toni Brinkmann:  Wie könnte eine linke feministische Bildungspolitik aussehen?
Christel Buchinger:  Fragen an ein linkes feministisches Projekt
Judith Butler:  In Prozesse der Prekarisierung eingreifen
Gabriele Cañas:  Von Klamotten und Silikon
Cynthia Cockburn:  Die feministische Agenda in die Linke tragen
Bronwyn Davies, Susanne Gannon:  Feminismus und Poststrukturalismus
Gabriele Dietrich:  Bündnisse für eine Gesellschaft des Lebens
Hester Eisenstein, Judith Ezekiel:  Linker Feminismus und ein Feminismus für die Linke: eine franko-amerikanische Sicht
Rose Baaba Folson:  »Ohne Frauen ist kein Programm zu machen«
Harriet Fraad:  Eine marxistisch-feministische politische Plattform
Montserrat Galcerán:  Was kann linker Feminismus heute bedeuten?
Ingrid Galster
Lena Gunnarsson:  Bereit für die Liebe?
Frigga Haug:  Feminismus – wer versteht was darunter und was bedeutet er uns?
Rosemary Hennessy
Maria Joó:  Nach der Befreiung der Frau. Butler oder Beauvoir in der postsozialistischen Situation?
Larissa Krainer:  Praktischer Feminismus – feministische Praxis
Birge Krondorfer:  Eine gute Partie?
Jo Labanyi:  Die Ethik der Rechte durch eine Ethik der Sorge ersetzen
Christine Lehmann:  Überlegungen zu einem modernen Feminismus
Elisabeth List:  Links oder sozialistisch?
Isabel Loureiro
Susanne Maurer:  »Soziale Phantasie«. Frauen und Herrschaftskritik heute
Sara Mills
Liv Mjelde:  Neue Herausforderungen und neue Anforderungen an die Geschlechterfrage
Maxine Molyneux
Gisela Notz:  Zukunft und Visionen für eine feministische Arbeitspolitik
Claudia Pinl:  Was heißt feministische Politik heute?
Nora Räthzel
Maria da Consolação Rocha:  Die Auswirkungen der neoliberalen Politik auf das Leben der brasilianischen Arbeiterinnen seit den 1990er Jahren
María Ruido, Virginia Villaplana:  Notizen zur Debatte um Beziehungen zwischen Kunst und Politik
Helke Sander
Birgit Sauer:  Femifest. Ein feministisches Manifest?
Antje Schuhmann:  Nation, Staat, Partei: Leerstellen feministischer Veränderung?
Sarah Schulman
Terri Seddon:  An einer »Politik des Wir« arbeiten
Lynne Segal:  Erneuerungen des Feminismus
Ruth Seifert:  Geschlecht und Klasse und der »liberale Friede« in der Nachkriegsrekonstruktion
Gayatri Chakravorty Spivak
Sybille Stamm:  Anforderungen an ein linkes feministisches Projekt und die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt
Janna Thompson:  Gedanken zu einer feministischen Politik
Renate Ullrich:  Neuer Feminismus?
Christa Wichterich:  Das Projekt linker Feminismus im 21. Jahrhundert
Nira Yuval-Davis

Toni Brinkmann: Erste Eindrücke
Frigga Haug: Kein Abschluss 2
Frigga Haug: Anhang


»Der globale Blick, den wir brauchen und der uns aufgenötigt wurde, zeigt unbarmherzig, dass wir aus dem Himmel des freien Wünschens herabmüssen, um das Nötigste jetzt in Angriff zu nehmen. (...) Das Experiment hat begonnen. Wir können die Worte aus allen Ecken der Welt lesen und einander zuhören, den großen Ratschlag beginnen. Wir sind schon mitten darin. ›Was also ist es, was sich hier als sozialistische Vision neu formiert?‹, fragt Gabriele Dietrich aus Indien. ›Wie nimmt es in unserem eigenen Land Gestalt an?‹ Der Haupteindruck, der nach der Lektüre dieses Buches bleibt, ist, dass die Frauen der Welt eine große Kraft sind, gerade weil sie so verschieden sind. Wo sie sich zusammentun, entsteht Synergie. Das Projekt wird weitergehen.« Frigga Haug

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»Wie keine andere hat Frigga Haug Wissenschaftlerinnen zusammengeführt und mobilisiert, die sich dem Feminismus, dem radikal eingreifenden Denken und der gesellschaftlichen Transformation verschrieben haben. Frigga verbindet philosophische Klugheit mit unkompromittiertem Weitblick und leidenschaftlichen Zukunftsvisionen. Dadurch hat sie eine Vielzahl von Wissenschaftlerinnen, Intellektuellen und Aktivistinnen weltweit erreicht, inspiriert und zusammengebracht. Wir alle sind dankbar für die Hartnäckigkeit, mit der sie darauf besteht, unser gesellschaftliches und politisches Leben weiterzudenken – in Richtung auf mehr Gerechtigkeit, Freiheit und Hoffnung.« Judith Butler

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Aktuelle Titel von Frigga Haug

Die Vier-in-einem-Perspektive
Rosa Luxemburg und die Kunst der Politik
Lernverhältnisse
Vorlesungen zur Einführung in die Erinnerungsarbeit
Historisch-kritisches Wörterbuch des Feminismus
Sternschnuppen - Zukunftserwartungen von Schuljugend
Nachrichten aus dem Patriarchat
Politik ums Kopftuch
Erinnerungsarbeit



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