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Gerhard Schoenberner
Nachlese – Texte zu Politik und Kultur

Literaturbibliothek
540 Seiten, gebunden
ISBN 978-3-86754-405-4 · 29,00 €
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(jederzeit widerrufbar)

Nachlese – Texte zu Politik und Kultur

»Die Zeiten haben sich gewandelt, zu unser aller Glück. Aber jeder Sprung und jede Wende in der Entwicklung kann nach vorwärts oder rückwärts führen. Weder das Gute noch das Schlechte ist sicher und hat Garantie auf Dauer. Das Schlechte hat nur Dauer, solange man es duldet. Das Gute ist nur sicher, solange man bereit ist, es zu verteidigen.«

Mit Sachverstand und Verve: Gerhard Schoenberner, Zeithistoriker, Cineast und engagierter Intellektueller, war in allen publizistischen Genres und vielen Sujets zu Hause. Unbestechlich in der Sache, verbindlich im Ton kommentierte und initiierte er fünf Jahrzehnte lang politisch-kulturelle Vorgänge. Niemand wird erwarten, dass ein Sammelband ›das Ganze‹ eines Schriftstellerlebens repräsentiert. Doch sind in den hier vorgelegten ›kleinen‹ Texten dieselbe Wachheit und dasselbe kritische Engagement am Werk, mit denen der 29-Jährige den Gelben Stern und der 80-Jährige einen viel beachteten Gedichtband verfasst hat. Auch würde niemand vermuten, dass in diesem Schriftsteller ein passionierter Sammler steckt – von Naiver Kunst bis zu jüdischen Witzen. Die nun vorliegende Auswahl musste aus dem sehr viel umfangreicheren publizistischen Werk herausgezogen werden und wurde zu folgenden Kapiteln zusammengestellt:

Politische Eingriffe der frühen Jahre
Gedenkstätten
Aus der Geschichte lernen?
Debatten
Film
Kunst und Literatur
Glossen und Leserbriefe
Biografisches

Vanessa Lux, die mehrere Jahre lang Gerhard Schoenberner bei der Büroarbeit zur Hand gegangen war, nahm eine erste Auswahl vor, die von einer Gruppe um das Aktive Museum (Christine Fischer-Defoy, Kaspar Nürnberg) und den Argument Verlag (Peter Jehle, Iris Konopik) sowie Ulrich Gregor, Klaus Meschkat, Till Witt und nicht zuletzt Mira Schoenberner, der Seele dieses Unternehmens, kommentiert wurde.

Blick ins Buch: Inhalt + Vorwort (PDF)

Gerhard Schoenberner, (1931–2012), Schriftsteller und Publizist, gehört zu jenen Pionieren, die schon Ende der fünfziger Jahre gegen manche Widerstände Ernst machten mit der von Theodor W. Adorno geforderten Aufarbeitung der Vergangenheit.
    Als Autor und Herausgeber ist er mit Büchern, Essays, dokumentarischen Ausstellungen und Filmen zu Themen der Zeitgeschichte hervorgetreten. Der gelbe Stern und das Lesebuch Zeugen sagen aus sowie eine zwölfteilige Fernsehserie für die Dritten Programme der ARD über Ideologie und Propaganda im Spielfilm der NS-Zeit machten seinen Namen schon früh auch jenseits der Landesgrenzen bekannt.

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Foto: Dörte Graul

Schoenberner war Leiter des Deutschen Kulturzentrums in Tel Aviv, langjähriger Co-Vorsitzender der »Freunde der deutschen Kinemathek« und Kurator filmhistorischer Retrospektiven im In- und Ausland. Seine vielfältige Tätigkeit als Gründungsvorsitzender der Berliner Bürgerinitiative »Aktives Museum«, wissenschaftlicher Berater der »Topografie des Terrors« und Gründungsdirektor der Gedenk- und Bildungsstätte »Haus der Wannsee- Konferenz« sowie als Vizepräsident des westdeutschen P.E.N.-Zentrums hat breite öffentliche Anerkennung gefunden.

Von Gerhard Schoenberner ebenfall erschienen:
Der gelbe Stern
Fazit

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