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Anne Goldmann
Lichtschacht

Ariadne Krimi 1220
ISBN 978-3-86754-220-3
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(jederzeit widerrufbar)
Trau, schau, wem?

Lena ist neu in der Stadt, schlägt sich mit Jobs durch, hofft Freunde zu finden. Eines Abends sieht sie, wie eine fremde Frau vom Dach gestoßen wird. Oder hat sie sich das bloß im Rausch eingebildet? Kann sie mit diesem Zweifel weiterleben? Wem soll sie sich anvertrauen? Suspense wie ein Schraubstock, Rätsel wie bei Hitchcock: Anne Goldmann serviert einen atmosphärisch dichten Thriller über »private« Konflikte der modernen Gesellschaft, über Manipulation und das Ergreifen von Gelegenheiten.

Bemerkung der Verlegerin
Die Geschichte von Lena, die in Wien ihr Glück sucht, entfaltet sich auf der Schnittstelle zwischen einem Thriller – im tradierten Meister-Hitchcock-Sinne: man sieht den Schatten näher rücken, während die verstrickte Sympathieträgerin anderweitig beschäftigt ist – und einem modernen Märchen, so archaisch und schrecklich wie zu Grimms Zeiten: Die junge Einsame auf der Suche nach Heim, Liebe und Sinn, und der Schurke, der sich nach Macht und Besitz verzehrt, begegnen sich im Zauberwald des 21. Jahrhunderts, der Großstadt. Anne Goldmann erzählt ihren bitterbösen Roman mit tiefer Menschenkenntnis und der ihr eigenen unaufgeregten Lebendigkeit. Ihre schöne, einfühlsame Schreibweise verdichtet das Geschehen zu einem unaufhaltsamen Sog. Wie viele gute Schriftsteller erschafft sie Szenarien, die überall stattfinden könnten, wiewohl sie deutlich in ¬einem bestimmten soziokulturellen Kosmos verankert sind. Das drückt sich auch in der Sprache aus: In Syntax und Wortwahl schwingt die Melodie Wiens mit, durchzieht Alltag und Wahrnehmung der Figuren. Dies lektorisch einzuebnen und in die Uniform des allgemeinen Hochdeutsch zu zwingen, hieße Anne Goldmanns Erzählkunst Gewalt antun. Viele »Austriazismen« erschließen sich auf Anhieb, selbst wenn sie einen leicht exotischen Beiklang haben, z. B. Pfefferoni, Spital für ein Krankenhaus oder Melange für einen Milchkaffee Wiener Art. Doch auch manches, was sich für Hamburger spontan wie eine Stilblüte liest, gehört ganz akkurat zum Repertoire der -österreichischen Erzählsprache. Am Ende des Buches findet sich daher eine kleine Liste der im Norden ungewohntesten Begriffe. Anne Goldmanns Romane laden dazu ein, sich auf ein paar ¬Nuancen dieser Mundart einzulassen, ihrem charakteristischen ¬Groove zu folgen, ihre Rhythmen und Eigenheiten zu verinnerlichen. Genießen Sie das wie einen Ausflug an die Donau. Die Spannung der Geschichte wird Sie ohnehin ereilen. – Else Laudan

Presse zu Anne Goldmann:
»Ein Reigen der Unehrlichen, unfrei, unbefristet auf Bewährung. Enorm.« KrimiZEIT-Bestenliste
»Sehr präzise, sehr liebevoll, mit einer ganz eigenwilligen Spannung.« Berliner Zeitung
»Anders als üblich: Kaleidoskopartig, warmherzig und geradezu sensationell unzynisch.« Spiegel online »Leise, subtil, melancholisch und mit Witz. Das zu lesen ist wie Theater im Kopf.« Ultimo

Die Autorin:
Anne Goldmann, geboren 1961, jobbte als Kellnerin, Küchenhilfe und Zimmermädchen, um sich die Ausbildung zur Sozialarbeiterin zu finanzieren. Einige Jahre arbeitete sie in einer Justizanstalt, derzeit betreut sie Straffällige nach der Haft. Anne Goldmann begann früh zu schreiben, veröffentlichte ein paar Texte, verwarf dann alles und entdeckte erst spät das Schreiben wieder neu. Für ihre aktuellen Romane Das Leben ist schmutzig und Triangel erhielt sie hymnische Kritiken.

Anne Goldmann bei Ariadne:

Das Leben ist schmutzig (Ariadne Krimi 1194)

Triangel (Ariadne Krimi 1202)

Lichtschacht (Ariadne Krimi 1220)

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