NEUERSCHEINUNGEN                                           Verzeichnis aller lieferbaren Ariadne-Titel nach Autorinnen: A B C D F G H J K L M N O P R S W



Auf die Merkliste


Dominique Manotti
Schwarzes Gold
Gebunden mit Schutzumschlag
Deutsch von Iris Konopik
Ariadne Kriminalroman 1197
384 Seiten · ISBN 978-3-86754-213-5 · 19 €


Umschlagbild in hoher Auflösung herunterladen (300 dpi)

Neulich in Marseille

1973. Die großen Ölkonzerne halten den Daumen auf dem Erdölmarkt. Auch der transatlantische Drogenhandel blüht nicht mehr wie zuvor, die French Connection ist zerschlagen. Während Unterwelt und Polizei sich neu aufstellen, kämpft die Hafenstadt Marseille mit dem wirtschaftlichen Niedergang. Der junge Commissaire Daquin aus Paris stößt zu den Kriminalermittlern an der Côte. Sein erster Fall: Vor einem Casino in Nizza wird ein Marseiller Unternehmer mit zehn Schüssen niedergestreckt. Der Staatsanwalt vermutet eine Abrechnung im Milieu. Daquin zweifelt. Doch die Seilschaften vor Ort zu durchschauen ist einem Auswärtigen kaum möglich. Was für ein Spiel läuft hier?

In diesem Roman (das französische Original erschien 2015 bei Gallimard) schickt Dominique Manotti ihren Protagonisten Théo Daquin in seine Vergangenheit – in eine Affäre, die nicht nur sämtliche unterirdischen Netzwerke von Marseille und Nizza umfasst, sondern vor allem die obskure Welt des Erdölhandels. Meisterhaft gestaltet die Wirtschaftshistorikerin das gigantische ökonomische und geopolitische Fresko einer hochkomplexen Epoche, die bereits das Gesicht des 21. Jahrhunderts erahnen lässt.

Ausgezeichnet mit dem
GRAND PRIX DU ROMAN NOIR 2016


»Schwarzes Gold ist ein Roman noir, inspiriert von der Geschichte der French Connection. Wie immer bei Manotti bekommt man einen millimeterfein ausgeklügelten Plot, akribische Recherchen und herrlich kontrastreiche Figuren. Packend.« Le Figaro

»Dominique Manotti hat ihren Bullen nicht erfunden, um uns mit charmanten Rätseln zu unterhalten, sondern um die dunklen Flecken der heutigen Welt zu zeigen. Die Krisenlandschaft im letzten Viertel des vergangenen Jahrhunderts hat die finstere fette Farbe des schwarzen Goldes, mit dem die Geistertanker den Schwarzmarkt versorgen. Geheimdienste, French Connection, Nahost, Freimaurerlogen – alles steht bereit für die Parade der Schatten. Es ist unsere Geschichte.« Sud-Ouest

»Manottis ultra-deskriptive Sätze krachen und lassen die schönen Jahre des Néopolar frisch aufleben. Der Stil katapultiert die Lesenden mitten in die Handlung und ganz nah an die Protagonisten. ›Marseille ist keine Touristenstadt‹, ließ Jean-Claude Izzo den Helden seiner berühmten Marseille-Trilogie sagen. Wenn man Schwarzes Gold zuschlägt, ist man davon restlos überzeugt.« Le Monde

Aus dem Vortext der Herausgeberin:
Schlaglicht: eine Hochzeit in New York. Späte Sechziger, doch statt der damit gern assoziierten Flowerpower fällt der Blick auf höfische und intime Rituale in einer Schaltzentrale der Macht, wo man Weichen stellt, von deren Existenz die gemeine Verbraucherschar nichts zu ahnen hat. Schlaglicht: ein noch junger Commissaire Daquin betritt den Bahnhofsvorplatz von Marseille, Stadt der Schurken und Banditen, Tor zur Welt, brodelnder Moloch zwischen Klassen­kampf und Krise, für manche ein Sprungbrett, für andere Endstation. Kugeln treffen ihr Ziel, Deals gehen über die Bühne, und hinter den Kulissen des sonnenbeschienenen Mittelmeerhafens spinnen die kleinen und großen Geschäftemacher an ihren Netzen. Manottis Marseille fängt in Makro-Aufnahmen von extremer Schärfe und kühler Sinnlichkeit die intrigen­strotzende Wirtschaftspolitik der Siebziger ein. Präzise Action in einem harsch skizzierten Fresko der leidenschaftslosen Gewalt: Die Akteure sind Spieler, der Einsatz ist heute noch derselbe. Es ist unsere Welt. Falls wir eine Chance haben, durch Literatur die Geschichte zu begreifen, dann ist Manotti eine unserer kostbarsten Dozentinnen. Vive la révélation. Else Laudan


Dominique Manotti,1942 geboren, kam erst mit fünfzig Jahren zum Schreiben und veröffentlichte seither acht Romane. Ihre Bezugspunkte sind der amerikanische Schriftsteller James Ellroy, die neuzeitliche Wirtschaftsgeschichte und die 68er-Bewegung. Diese ungewöhnliche Kombination begründet Manottis dichten, unpathetischen Stil. Die Historikerin lehrte an verschiedenen Pariser Universitäten Wirtschaftsgeschichte der Neuzeit, war als Gewerkschafterin in der CFDT aktiv und leitete als Generalsekretärin deren Pariser Sektion. Ihr Werk wurde mit zahlreichen Literaturpreisen geehrt, u.a. dem Duncan Lawrie Dagger, dem Deutschen Krimipreis International, dem Prix Mystère de la Critique und der Trophée 813.

Interview mit Dominique Manotti (von Elfriede Müller, 2004)

Seitenanfang


Presse zu anderen Veröffentlichungen von Dominique MANOTTI bei Ariadne

Einschlägig bekannt

»Wenn das lang verlachte Genre des sozialkritischen Politkrimis wieder von Relevanz reden darf, hat es das auch Dominique Manotti zu verdanken.« STERN

»Unter den Autoren der Welt ist Dominique Manotti einzigartig. Im Alltag der Arbeiter findet sie, was kein Romancier sonst darin erkennt: den sozialen Gärstoff des Verbrechens. (...) Man liest Seite um Seite mit wachsender Empörung, Verzweiflung und Bewunderung. Manotti ist singulär.« Tobias Gohlis, DIE ZEIT

»Manotti fasst in geradlinige, unprätentiöse, kühle Sätze, was scharf beobachtet und nah an den gesellschaftlichen Wahrheiten ist.« Sylvia Staude, Frankfurter Rundschau

»Die Queen des französischen Politkrimis erzählt den alltäglichen Krieg in einer Pariser Vorstadt als packendes Drama. Manotti hat sich zu einer der wichtigsten Stimmen Europas entwickelt. ... So schillernd sind die Figuren, so erschütternd die Verwicklungen, so klug und stark der Manotti-Sound, der alles trägt.« Horst Eckert, FOCUS online

Roter Glamour

»Das ist der Thriller zur Affäre Strauss-Kahn: Manotti wirft einen bösen Blick auf das Verhältnis von Politik, Sex und Medien in Frankreich. Kommentieren muss sie das nicht. Die Geschichte ist umso eindrücklicher.« Deutschlandradio Kultur

»Zeitbombenmäßig. Raketenschmuggel, Polizeiaktionen, Bordellbesäufnisse und eine fixe, harte Araberin: Bitte mehr davon!« Tobias Gohlis, KrimiZEIT-Bestenliste

»Kühl, nüchtern, unaufgeregt entfaltet Manotti das Panorama einer hemmungslosen Politikerkaste, die sich korrupter Polizei- und Geheimdienstapparate ebenso bedient wie krimineller Elemente. Exzellent geschrieben, spannend bis zur letzten Seite und nichts für Gesellschaftsromantiker. Brillant!« Ulrich Kroegers Krimitipp, Nordsee-Zeitung

»Die Welt der Strippenzieher ... Von Manotti-Krimis fühlt man sich aufgeklärt, aber nicht belehrt.« Sylvia Staude, Frankfurter Rundschau

»Manotti schildert den historisch unterfütterten Fall über Intrigen und Geheimdienste, Amtsanmaßung und Gewalt mit einem unterkühlten stilistischen Aplomb, der an die Hoch-Zeit der hardboiled novel erinnert.« Buchjournal

Letzte Schicht

»Der mit großem Abstand beste politische Krimi des Jahres ... absolut nobelpreiswürdig ... weltweit derzeit einzigartig ... So etwas Intensives habe ich lange nicht gelesen.« Deutschlandfunk, Andreas Ammer in Denis Schecks Büchermarkt
zur Rezension (Sendemanuskript) / Anhören

»Manotti legt sich mit den ganz Großen an: Rüstungskonzernen, EU-Kommissionen und Regierungen. Fiktion und Realität werden subtil vermischt ... Die Sprache entwickelt eine erfrischende Kreativität. Sex, Tod und Korruption - dieses Buch hat alle Zutaten für einen echten Wirtschaftsthriller.« Financial Times Deutschland

»Ein brillantes Buch. Manotti zieht alle Register des klassischen Realismus, langsam werden die Sauereien vor unseren Augen ausgebreitet, die Anzugträger nehmen sich, was sie kriegen können und lassen, wenn's sein muss, ihre politischen Handlager im Regen stehen, und natürlich zahlen die kleinen Leute für alles, manche mit ihrem Leben.« Günther Grosser, Berliner Zeitung

»Dominique Manottis Letzte Schicht verarbeitet in bester Costa-Gavras-Manier die Affäre um die Privatisierung des französischen Riesenkonzerns Thomson zu einem fein gewebten Thriller um Macht, EU-Subventionen und Arbeitsplätze. Und wie die gelernte Wirtschaftshistorikerin mit einem Faible für James Ellroy und die Arbeiterbewegung das tut, das hat ganz große Klasse. Sehr kühl, sehr elegant inszeniert Manotti diesen Kampf um Macht und Geld, ein bisschen Zukunft, etwas Liebe und ein paar Drogen.« Perlentaucher: Mord und Ratschlag

»Pondange, Lothringen/Warschau/Paris: Ein Betriebsunfall, eine Fabrikbesetzung. Arbeiter geraten an Material, das die Fusion zweier Wirtschaftsgiganten beeinflussen und die Regierung stürzen könnte. Manotti ist eine Klasse für sich: lebensnah, realistisch, vertrackt. Der Krieg der Konzerne in den kleinen Städten. Superb.« KrimiWelt Bestenliste

»Fiktion? Realität? Letzte Schicht ist im Grunde eine ins Belletristische gebogene Alltagschronik. Eine Geschichte, die sich zugetragen hat in der Zeit der Privatisierung des französischen Rüstungskonzerns Thomson. Also ein Wirtschaftskrimi? Auch. Und eine bitterböse Satire auf das Inhumane. Vor allem aber ist der französischen Historikerin und Gewerkschafterin ein starker Thriller im Präsens gelungen, der seine Sprachmächtigkeit aus einem eiskalten, schnörkellosen Reportagestil schöpft. Man kann sie sich sehr schnell vorstellen, die Fabrik in einem lothringischen Städtchen, die um das Überleben jenseits von EU-Fördermitteln kämpft. Nur eines ist von dieser Sommerlektüre nicht zu erwarten: Abkühlung.« Badische Zeitung (Lesetipp)



Seitenanfang

Argument Verlag GmbH | Glashüttenstraße 28 | 20357 Hamburg | Impressum | AGBs | Widerrufsbelehrung