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Bohnet Pleitgen
Teilchenbeschleunigung
Ariadne Krimi 1191
ISBN 978-3-86754-191-6
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(jederzeit widerrufbar)
Wenn flüchtige Teilchen aufeinanderprallen …
Nikola Rührmanns dritter Fall

Dr. Nikola Rührmann, mittlerweile über vierzig, kehrt Berlin den Rücken und versucht ihr Glück am renommierten Deutschen Elektronen-Synchrotron in der alten Heimat Hamburg. Tatsächlich winkt dort eine feste Stelle. Typisch für "Sput-Nik" und die Wirren ihres Lebens, dass eine nicht ganz seriös wirkende Bedingung daran geknüpft ist: Sie soll einem widerstrebenden Professor seine Unterlagen abluchsen. Gute Jobs wachsen nicht auf Bäumen, also willigt sie ein - und braucht schon bald alle Hilfe alter Freunde, die sie kriegen kann!


Anmerkung der Verlegerin:

»Teilchenbeschleunigung, Abschluss der Nikola-Rührmann-Trilogie, ist wie seine Vorgänger eine Momentaufnahme, die den multidimensionalen Charakter der Hafenstadt Hamburg einfängt – manifestiert in der Figur der Physikerin Dr. Nikola Rührmann. Zahlenfixiert und zitierwütig wie eh und je stapft und stolpert die bindungsscheue und doch an Freunden reiche Einzelgängerin durch ihre Stadt, die sich wie sie verändert hat.
Für mich reflektiert die Stimmung Hamburgs genau den Geist der Zeit, was diese Krimi-Chronik besonders reizvoll macht: Im ersten Roman Freitags isst man Fisch schillert ein Hamburg des Lebensfrühlings. Nichts ist festgelegt, es wimmelt von Konzepten und Ideen, deren Beständigkeit heiter unklar bleibt. Es ist das Ende der 1980er, und die ›Szene‹ (Uni, Kneipen, Autonome, Musiker), in die Nik eintaucht, brodelt vor Ideologien und Einmischlust. Im zweiten Roman Kein Durchkommen, der eine Dekade später spielt, zeigt nicht nur das den Plot prägende Wetter mehr Grautöne. Kurz vor dem Millennium hat der Einfluss der Medien stark zugenommen. Nik und ihre Freunde sind mit Weichenstellen befasst – Arbeit, Forschung, Kinder –, während der Puls der Stadt mechanischer schlägt; Kunst, Musik und Drogen sind härter, fieberhafter geworden. Und nun, wiederum zehn Jahre später, kommt eine illusionslose Nikola zurück in ein strengeres, kälter glitzerndes Hamburg. Der Siegeszug von PR- und Dienstleistungsgesellschaft hat sich fortgesetzt, Jobs sind ein rares Gut, Wissenschaft und Forschung stehen unter Erfolgsdruck. Die prestigeträchtige Suche nach einer ›Physik jenseits des Standardmodells‹ verschafft Nik einen Auftrag am renommierten Deutschen Elektronen-Synchrotron DESY – nur leider nicht als Physikerin, sondern als Schnüfflerin und Frau fürs Grobe. Also begibt sie sich mit Vollgas auf sozialen und kriminalistischen Kollisionskurs, getreu dem Motto: Je schneller sich ein Teilchen bewegt, desto länger ist seine Halbwertszeit … «

Else Laudan


Presse zu Nikolas erstem Fall:

»Ein Zeitbild, so prall und faszinierend, dass man gar nicht genug davon bekommen kann. Nikola Rührmann ist ein bisschen Lena Odenthal und etwas Lisbeth Salander. Und mit ihrem ersten Auftritt ist es wie mit der Liebe auf den ersten Blick – man ist hin und weg und ganz und gar bezaubert.« Focus online

»Eine Ermittlerfigur fernab jeder Tatort-Routine.« taz

»Freitags isst man Fisch spielt im Jahr 1989. Warum, versteht man schnell. Denn Nikola tummelt sich bevorzugt im eher ›alternativen‹, man kann auch sagen ›linksradikalen‹ studentischen Milieu jener Zeit. Aber das Genrebild der studentischen Subkultur mit ihren durch die Bank ambivalenten Typen ist dem Autorenduo allerliebst gelungen. Durchaus witzig, ohne Parodie zu sein, realistisch und dennoch pointiert, eine Typologie Hamburgs jenseits des Klischees von Reeperbahn und Hafen. Dickster Pluspunkt jedoch ist Nikola selbst. Eine clevere Studentin, die nicht auf den Mund gefallen ist, ein wenig oberflächlich, so führt sie sich ein – und offenbart, je genauer man sie kennenlernt, doch erstaunliche Tiefe. Nichts dramatisches, keine ›Dämonen‹, sondern die ganz normale Schizophrenie des Lebens. Eine interessante Person also und irgendwie charakteristisch für die Zeit und das Milieu. Diese Mischung aus erzählerischer Leichtigkeit und einer immer präsenten charakterlichen Zerrissenheit der Protagonistin machen Freitags isst man Fisch zu einem rundum gelungenen Debüt.«
Dieter Paul Rudolph auf der Krimi-Couch

»Herausgekommen ist mit der trinkfesten Physikstudentin Nikola Rührmann eine Hauptfigur, deren Geschlecht weiblich ist, von der Wahrnehmung her aber androgyn.« Die Welt

»Ein Krimi, der ebenso fesselt wie gute Laune macht.« Hinz & Kunzt

Autorin/Bibliografie

Bohnet Pleitgen steht für das AutorInnengespann Ann-Monika Pleitgen und Ilja Bohnet, seit vierzig Jahren Mutter und Sohn. Bohnet PleitgenAnn-Monika Pleitgen, Managerin, Ehefrau und Co-Autorin des Schauspielers Ulrich Pleitgen, schrieb schon als Kind leidenschaftlich gern Kurzgeschichten. Ihr Sohn, der Physiker Dr. Ilja Bohnet, arbeitete lange Jahre am Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY). Beim Schreiben des Kriminalromans Freitags isst man Fisch (Nikolas erster Fall, nominiert für den GLAUSER als bestes Debüt) entdeckten Mutter und Sohn ihre Autorenteam-Fähigkeiten und schufen gemeinsam die eigenwillige Krimifigur Nikola Rührmann.

Nikola Rührmanns erster Fall: Freitags isst man Fisch

Nikola Rührmanns zweiter Fall: Kein Durchkommen


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