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Über die Autorin



Cynthia Webb
Die Farbe der Leere

Deutsch von B. Szelinski & Else Laudan
Ariadne Krimi 1187
ISBN 978-3-86754-187-9

Auf die Merkliste
(jederzeit widerrufbar)

Ein Fall, den man persönlich nimmt ...

»Aber alle führenden Geister der ... Literatur empfinden ... den Mord als
eine Anklage gegen die bestehenden Verhältnisse, als ein Verbrechen an dem
Mörder als Menschen, für das wir alle - jeder einzelne - verantwortlich sind.«
Rosa Luxemburg (GW 4, 309)


Die Detectives Russo und Malone machen Überstunden und verbringen schlaflose Nächte: In der Bronx hat sich ein Serienmörder auf halbwüchsige Jungs spezialisiert. Katherine McDonald, Behördenanwältin für Inobhutnahmen, soll bei der Ermittlung helfen.

Wie beschädigt muss man sein, um Katherine McDonalds Job zu machen? Die Burnout-Rate ist gigantisch. Aber jemand muss es tun, und die eigensinnige Juristin hat den nötigen Zynismus. Diese Ermittlung allerdings nimmt sie persönlich, denn das dritte Opfer war ein Junge, den sie gut kannte …

»Gelungen sind vor allem die vielen wahren Momente. Perspektivisch interessant und facettenreich erzählt – ein Buch mit echten Gefühlen. Cynthia Webb weiß, wovon sie redet. Einer der wichtigsten Krimis dieses Jahres!«
Christiane Geldmacher im CulturMag

»Ein Krimi mit einem Hauch von bitter realistischem Horror aus der Hand einer beeindruckend erzählgewandten Autorin. Die Story könnte von der Titelseite der Tageszeitung so ziemlich jeder Großstadt stammen. Eine Lektüre, die man nicht so schnell vergisst, ein packender Kommentar zur Lage der Gesellschaft.« Blether Book Review



Bemerkung der Verlegerin:
Die Farbe der Leere präsentiert sich erst mal als zeitgemäßer Whodunit: Die Plotführung ist hohe Schule. Die Story setzt am Tatort an, stellt die ermittelnden Personen vor und beleuchtet gekonnt das Milieu. Sie beginnt mit dem Offensichtlichen und enthüllt Schritt für Schritt – sehr spannend – das Darunterliegende. Diese klassische Aufklärungsgeschichte ist geschickt choreographiert und stark erzählt, lakonisch trocken und gerade deshalb eindringlich. Aber das alles ist höchstens der halbe Grund, warum ich das Buch unbedingt verlegen (und mitübersetzen) wollte. Denn was mich hier am tiefsten beeindruckt, ist die Kompromisslosigkeit des Hinschauens, das erbarmungslose Zutagefördern von Realität. Ich nenne das Wahrhaftigkeit und halte es für die edelste Aufgabe des Genres Krimi.
Die St. Petersburg Times schrieb: »Trocken und pointiert kratzt dieser Roman am Lack der kranken Gesellschaft.« Und genau das macht ihn für mich zu einer – von Thrillerspannung angetriebenen – kraftvollen Parabel über die Herkunft des Verbrechens.

Else Laudan



Autorin
Cynthia Webb hat einen Master in Literarischem Schreiben, ist Staatsanwältin und war viele Jahre lang (wie Katherine McDonald) für die New Yorker Behörde ACS tätig. Anschließend lehrte sie als Dozentin an der bilingualen Deutschen Schule New York. Momentan studiert sie Educational Leadership (Bildungsmanagement & -innovation) am Teachers College der Columbia University. Sie hat drei mittlerweile erwachsene Kinder und lebt zurzeit an der Upper West Side in Manhattan. Die Farbe der Leere ist ihr zweiter Roman. Ihr erster Krimi Florida Blues wurde gleich nach Erscheinen für den Lambda Literary Award nominiert.

Ariadne-Gründerin Frigga Haug schrieb nach der Lektüre von Die Farbe der Leere: »Dieser Krimi glänzt mit einem unterkühlten sozialen Realismus und zeigt das Verbrechen der Gesellschaft an jenen, die sie zu Mördern werden lässt.« Sie regte an, dem Buch das Luxemburg-Zitat voranzustellen, und Cynthia Webb fand die Idee genau richtig.


Kurze Erläuterung zur ACS
Die ACS (Administration for Children's Services) ist in New York City eine Kinder- und Jugendschutzbehörde. Bei Anzeige oder Verdacht auf Misshandlung, Missbrauch oder Vernachlässigung sondiert ein ACS-Fallbetreuer vor Ort die Lage, bespricht sich mit einem ACS-Anwalt, der legt den Fall dem Familienrichter vor. Das Familiengericht beruft einen Rechtsvertreter für das Kind und einen Pflichtverteidiger für Eltern, die sich keinen Anwalt leisten können. Bei Sorgerechtsentzug soll ACS eine Pflegschaft oder Heimunterbringung organisieren und dem Familiengericht halbjährlich Rechenschaft ablegen. ACS hat 12 Abteilungen, zuständig für Jugendschutz, Inobhutnahmen, Pflegeunterbringungen (Vermittlung an und Kontrolle von staatlichen und privaten Trägern), Bildungsförderung in einkommensschwachen Familien, Jugend- und Familienrecht und mehr. Die New Yorker Familiengerichte haben jährlich mit über 100.000 Fällen von Misshandlung, Missbrauch oder Vernachlässigung zu tun. Rund 180 ACS-Anwälte sind in New York City tätig.

Wer mehr wissen will, folge diesem Link: http://www.nyc.gov/html/acs/html/about/about.shtml


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