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Christine Lehmann
Mit Teufelsg'walt
Ariadne Krimi 1179
ISBN 978-3-86754-179-4
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(jederzeit
widerrufbar)

Vor Türen und Toren
gehn Kinder verloren

Lisa Nerz – ihr achter Fall

In aller Herrgottsfrühe schreckt Lisa Nerz aus dem Schlaf: Die Wohnung über ihr bebt von knarrenden Schritten und wildem Geschrei. Oben trifft sie auf drei Damen vom Jugendamt, die den fünfjährigen Tobias mitnehmen wollen. Ein richterlicher Beschluss liegt nicht vor. Lisa schaltet auf stur, bietet der Obrigkeit die Stirn und setzt die amtlichen Vollstreckerinnen erst mal vor die Tür. Doch die Sache geht ihr nach. Und kurz darauf finden sie und Staatsanwalt Weber im Wald eine Leiche mit seltsamem Gepäck ...

 In ihrem achten Fall stößt Lisa Nerz auf blinde Flecken im deutschen Sorgerecht, entdeckt ungeahnte Eigenschaften bei Staatsanwalt Richard Weber und bringt sich in Teufels Küche.



Erste Presse zu Mit Teufelsg'walt:

»Mit Teufelsg'walt rückt kaltherzigen Beamten auf die Pelle, denen sinnloser Aktionismus lieber ist als der Vorwurf, durch Nichtstun zu den familiären Katastrophen beizutragen, die unsere Gesellschaft von Zeit zu Zeit erschüttern. Der Roman dokumentiert, wie leicht es dabei dubiosen Anbietern von Heimplätzen, Ersatzeltern und pseudopädagogisch aufgeladenen Seminaren zur Vorbeugung von Kindsmisshandlungen fällt, materielle Vorteile für sich selbst herauszuschlagen. Und wie wenig der Gesetzgeber dazu tut, den wirklichen Ursachen von Kinder- und Jugendkriminalität auf die Spur zu kommen. (...) Aber Literatur darf natürlich übertreiben, und einem so engagierten und blendend geschriebenen Kriminalroman wie dem vorliegenden sollte niemand zürnen, wenn er um der Aufklärung Willen mehr Schmutz aufwirbelt, als tatsächlich vorhanden sein mag. Dass er zudem noch witzig ist, funkelnde Dialoge enthält und mit seiner Hauptgestalt zum wiederholten Mal voll ins Schwarze trifft, muss dabei fast nicht mehr erwähnt werden.« Dietmar Jacobsen, text-und-web.de

»Mit Teufelsg’walt
bietet keinen Betroffenheitsquark, sondern die präzise und schonungslose Schilderung von genau beobachteten Verhaltensweisen und Verhältnissen. Es ist der achte Fall für Christine Lehmanns unkonventionelle Ermittlerin Lisa Nerz, die - unabhängig, unerschrocken, penetrant - sich in keine Schublade quetschen lässt, die genau hinsieht, den Finger in die Wunde legt und nachbohrt, die nicht nur Verhältnisse und Beziehungen, Überzeugungen und Glaubensgebäude, Werte und Institutionen hinterfragt, sondern auch stets sich selbst. Es ist ein kraftvolles Buch. Mit seiner engverwobenen dichten Sprache überrollt es einen ebenso mit Tempo wie mit Witz und lässt kein Ausweichen zu. Das ist stimmig, denn schließlich geht es um Gewalt und Macht auf den unterschiedlichsten Ebenen und in den unterschiedlichsten Ausprägungen - überzeugend und konsequent bis zum schmerzhaft realistischen, unausweichlichen Ende.«
Kirsten Reimers, mord-und-buch.de

»Mit Teufelsg’walt bringt alles mit sich, was ich in Kriminalromanen nicht mag:
offensichtliche Politik, Instrumentalisierung von Kindern, und er spielt in Stuttgart. Und nach der Lektüre will ich einen Urlaub in der schwäbischen Alb machen und empfehle den Roman jeder Jugendamtsmitarbeiterin, die ich treffe. Was ist hier passiert?
Die rein introspektiv geschriebene Geschichte spielt mit jedem Vorurteil, das wir Leser mitbringen können. Wer schon immer misstrauisch gegen Behörden war, kriegt alles bestätigt, und muss sein Urteil revidieren, wenn er versoffene Mütter sieht. Wer schon immer einen Elternführerschein gefordert hat, sieht sich einem Vater gegenüber, der erst in seiner Verzweiflung über den Verlust seiner Kinder verrückt wird. Wir folgen Nerz zur ekligen Leiche einer kinderklauenden Familienrichterin, in den Sozialbau der ehemaligen Mehrkindfamilie, in die Kohlsuppenwohnung der Oma Scheible. Wir tänzeln mit dem Lebensabschnittsirrtum durch eine Kurzzeitfamilie und tändeln mit der Kellnerin. Und bei aller Auseinandersetzung mit dem eigenen Bias merken wir nicht, wie Lehmann uns zu einem furiosen Spannungsfinale führt, bei dem jeder Sat-1-Samstagskrimi einpacken kann.«
Sabina Schutter im TitelMagazin

Autorin:

Christine Lehmann, *1958 in Genf, lebt in Stuttgart und Wangen im Allgäu und arbeitet als Nachrichtenredakteurin. Sie schreibt Kriminal- und Liebes­romane, und sie hat zwei der SWR-Radio-Tatort-Folgen verfasst. Die schillernde Grenzgängerin Lisa Nerz ermittelt hier bereits im zehnten Roman. Christine Lehmanns Kriminalromane scheuen keine heißen Themen, ihre pointiert-lebendige Erzählsprache hat frischen Wind in die deutsche Kriminalliteratur gebracht. www.lehmann-christine.de

Die Lisa-Nerz-Kriminalromane:

Ariadne Krimi 1165:Vergeltung am Degerloch (Lisa Nerz 1)

Ariadne Krimi 1167: Gaisburger Schlachthof (Lisa Nerz 2)

Ariadne Krimi 1171: Pferdekuss (Lisa Nerz 3)

Ariadne Krimi 1157: Harte Schule (Lisa Nerz 4)

Ariadne Krimi 1161: Höhlenangst (Lisa Nerz 5)

Ariadne Krimi 1169: Allmachtsdackel (Lisa Nerz 6)

Ariadne Krimi 1173: Nachtkrater (Lisa Nerz 7)

Ariadne Krimi 1179: Mit Teufelsgwalt (Lisa Nerz 8)

Ariadne Krimi 1185: Malefizkrott (Lisa Nerz 9)

Ariadne Krimi 1189: Totensteige (Lisa Nerz 10)

Ariadne Krimi 1211: Allesfresser (Lisa Nerz 11)

Außerdem:

Ariadne Krimi 1195: Die Affen von Cannstatt


Artwork:
Coverabbildung »noras sehnsüchte« (Teil eines Bühnenbilds) von Wolfgang Thiel: *1951 in Zweibrücken, lebt in Stuttgart, bestückt seit den 80ern Stadt und Land mit seinen quietsch­bunten Plastiken. War einmal der Kunstlehrer der Autorin. Sein Thema ist der Mensch – meist Madonnen, Engel, Mannequins, Amazonen, Weibsbilder. Gestaltete unter anderem auch die Stadtbahnhaltestelle Stuttgart-Degerloch. www.atelier-thiel.de

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