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Sarah Dreher
Stoner McTavish
Ariadne Krimi 1011
ISBN 978-3-88619-511-4

   

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(jederzeit widerrufbar)

Ariadnes liebenswerte Kult-Antiheldin

Die vom Leben gebeutelte Bostonerin Stoner McTavish bekommt einen seltsamen Auftrag – sie soll diskret eine wildfremde Frau beschützen, deren Mann sie in den Rocky Mountains angeblich ermorden will. Aber Stoner, die ewig besorgte, schüchterne Romantikerin, ist doch gar keine Heldin … oder?


Presse

»Kult! Spannend und sehr komisch.« Emma

»Wunderbarer Stil, göttlicher Humor, ’n bisschen was fürs Herz und jede Menge Action. Eine tolle Mischung!« Rosa Prosa

»Stoner McTavish, da könnt ich glatt ins Schwärmen geraten!« Die andere Welt

»Voll wunderbarer Nebenfiguren und origineller Dialoge, aufregend gruslig wie ein Hitchcock-Drehbuch von heute.« TransAtlantic

»Höchste Identifikationsstufe!« Eldoradio

 

Anmerkung der Verlegerin:

Die Psychologin, Stückeschreiberin, Krimiautorin und Lokalaktivistin Sarah Dreher, geboren am 26. März 1937, starb am 2. April 2012 zu Hause in Springfield (Massachusetts). Mit Stoner McTavish, ihrer augenzwinkernd-schüchternen Detektivin wider Willen, schuf sie 1985 eine der wichtigsten Heldinnen der feministischen Genre-Eroberung.
1990 erschien der erste Band auf Deutsch. Dreher zu übersetzen war Wonne und Herausforderung zugleich: Die Mischung aus Originalität und (pfiffig variiertem) Klischee, aus vor trockenem Witz sprühenden Dialogen, Patriarchatskritik, Spannung und kompromissloser Romantik gab es bis dato noch nicht. Stoner, ihre ur-amerikanische Heterafreundin Marylou und ihre skurrile Tante Hermione wurden schlagartig zu Kultfiguren des deutschsprachigen Raums. Auch wenn wir Ariadne-Macherinnen von der später zunehmend esoterischen Entwicklung der Stoner-Romane nicht so angetan waren (von ihrer US-Verlegerin weiß ich, dass Sarah selbst zeitweilig an Angstpsychosen und Einsamkeit litt, weshalb sie ihr Heil u.a. im Schamanismus suchte), bleibt Stoner McTavish für immer eine Ikone in der Geschichte des feministischen Krimis. Keine andere fiktive Figur hat so einhellig an Verliebtheit grenzendes Entzücken ausgelöst – Stoner war die erste lesbische (Anti-)Heldin, mit der sich Lesbe wie Hetera begeistert identifizierte. Ich erinnere mich, wie ich Anfang der 1990er durchs Land tourte, um meine Krimireihe vorzustellen und mit von unserem Projekt gepackten Leserinnen zu diskutieren: Eingeladen vom Frauen-Asta Göttingen kam ich auf dem dortigen Bahnhof an und traf auf eine Abordnung von fünf jungen Frauen, die direkt am Gleis unisono Stoner-Dialoge rezitierten! Ich war platt.
Bis heute kann man überall noch politisch aktive Frauen treffen, die von sich sagen, sie »gehören zur Stoner-Generation« – das steht als eine Art Chiffre für den Glauben an eine frauensolidarische, durchaus romantische, für Gerechtigkeit und Respekt eintretende antipatriarchale Kultur. Denn Stoner McTavish verkörpert mit bestrickendem Charme die feministische Sehnsucht nach einer besseren Welt.

Von der Autorin Sarah Dreher lässt sich lernen, wie man auf mitreißende und humorvolle Weise so schreibt, dass jede Leserin sich gerade in ihren Widersprüchen und Zweifeln bestens gespiegelt und dadurch zugleich erkannt und aufgewertet findet. Danke, Sarah, für deine mutige Innovation, deinen köstlichen Humor und dein großes Erzähltalent, mit dem du uns eine wunderbar unvollkommene Heldin geschenkt hast, die viele von uns nie vergessen werden.
Else Laudan


   
     
     
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