Argument Verlag

Ein Dach für linke
kritische Wissenschaft

 

Der Argument Verlag GmbH, traditionell Haus linker Wissenschaft und Wissenschaftskritik, wurde im Mai 1959 von dem Philosophen Wolfgang Fritz Haug und der Soziologin Frigga Haug zunächst mit der Zeitschrift für Philosophie und Sozialwissenschaften Das Argument gegründet. Aus der Anti-Atombewegung hervorgegangen, stiegen während der Studentenbewegung Ansehen und Auflage sprunghaft an. Man begann mit der Herausgabe von Büchern. Den Schwerpunkt der eingeführten wissenschaftlichen Reihen bildet bis heute die Diskussion linker Theorie mit Publikationen zu Feminismus, Psychologie, Philosophie, Marxismus, Medizin, Ideologie, Rassismus, Arbeit und Ökonomie, Kultur, Politik und Gesellschaft.

Seit 1980 werden Bände zu Frauensozialisation, feministischer Theorie und Kulturwissenschaft publiziert, die ein wichtiges Segment des Verlages bilden. Jede dritte Ausgabe der Zeitschrift Das Argument steht unter einem Schwerpunkt der Frauenredaktion. Auch unser Historisch-Kritisches Wörterbuch hat eine feministische Variante.

In den Reihen "Argument Sonderbände" (AS), "Werkstatt-Texte" und "Maulwürfe" erscheint ständig eine Vielfalt aktueller kritischer Schriften aus Wissenschaft und Politik. Zu den (international) wichtigsten Publikationen gehören zahlreiche Bücher zu Memory Work/Erinnerungsarbeit, die Schriften von Wolf und Frigga Haug, Stuart Hall, Klaus Holzkamp sowie die vielbändigen Projekte Gramscis Gefängnishefte und das große Historisch-Kritische Wörterbuch des Marxismus.

Neben dem Argument erscheinen periodisch das Jahrbuch für kritische Medizin und Gesundheitswissenschaften sowie das Forum Kritische Psychologie.

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Der Ariadne-Faden:
Kriminalliteratur
mit Verve & Anspruch


Literatur im Sinne spannender Romane hat den Verlag noch bekannter gemacht:
Unter dem Label Ariadne erscheint nun schon seit Ende der 80er Jahre anspruchsvolle Unterhaltungs-Literatur abseits des Mainstream, nachtschlafraubende Lektüre mit starken Frauen und sozialkritischem Biss.

Das begann mit den 1988 von Frigga Haug aus der Taufe gehobenen Ariadne Krimis, die bis heute ein großes Stammpublikum haben. Hier ermitteln Frauen: manche selbstsicher, sarkastisch und schnoddrig wie Marlowe, andere schüchtern, chaotisch und fast widerwillig. Neben Spannung gibt es Liebe und Politik, Lesbenalltag, Abwasch und Kindergeschrei, Abenteuer, Träume und heiße Debatten. Die Umarbeitung der Krimitradition hat eine Reihe neuer Heldinnen hervorgebracht, von der kühlen lesbischen Kommissarin Kate Delafield über die Traumtänzerin Ellie Simons, die keiner Pralinenschachtel widerstehen kann, und die grandiose Halbtagskommissarin Bettina Boll bis zur schillernden Provokateurin Lisa Nerz. Stoner McTavish, schüchterne Heldin wider Willen, wurde zur Kultfigur, ebenso J.M. Redmanns verwegene Südstaaten-Detektivin Micky Knight. Die hierzulande erste und bekannteste Frauenkrimireihe hat schon viele Spuren hinterlassen.

Im Ariadne-Programm geht es um Unterhaltungsliteratur zum Abschalten, ohne den Verstand abschalten zu müssen. Und auch darum, Autorinnen und Autoren bekannt zu machen, deren literarisches Können mehr als ein Nischendasein verdient. Aktuell ist ein Schwerpunkt bei Ariadne die Entdeckung und das Aufbauen neuer deutscher Krimi-Autorinnen (z.B. Monika Geier, Dagmar Scharsich, Anne Goldmann). Und die hochpolitischen Thriller der französischen Autorin Dominique MANOTTI schlagen mit ihrer präzisen scharfen Gesellschaftskritik die Brücke zwischen Noir-Roman und linker Verlagstradition.

Außerdem sammeln wir in der gebundenen Literaturbibliothek Frauenblicke auf die NS-Zeit sowie andere historisch aufhebenswerte Juwelen: Erzähltes, das wir nicht vergessen wollen. Bislang erschienen ein Roman von Marge Piercy, das Tagebuch der Lili Hahn und Gespräche mit Hanna Mandel, ferner Fazit: Prosagedichte von Gerhard Schoenberner und der norwegische Roman Deutschenkind von H. Wassmo.

Bei Argument und Ariadne fließt jeder Pfennig und alle Energie in weitere Projekte. Diese Politik soll dazu beitragen, die kulturelle Landschaft nicht allein dem Mainstream zu überlassen!

Feedback, Fragen, Kommentare und Kritik bitte an: verlag@argument.de

     
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