Liebe Autorinnen,

bei Ariadne verlegen wir Kriminalromane von Frauen mit Schwerpunkt auf einem politischen und/oder sozialkritischen Blickwinkel. Bitte senden Sie uns keine Gedichte, Biografien, Romanzen, Jugendbücher, Shortstorys und was wir sonst noch alles nicht verlegen – wenn Sie jedoch einen politischen Kriminalroman verfasst haben, lesen Sie bitte hier weiter:

Unser Interesse gilt dem Krimi als Spiegel der gesellschaftlichen Verhältnisse und den daraus entstehenden Problemen. Das Ariadne-Projekt steht für eine politisch-emanzipierte Form von Kriminalliteratur und erhebt vor allem die beiden Ansprüche, stereotype Frauen- und Hierarchiebilder aufzuweichen und reale gesellschaftliche Konflikte bzw. Missstände eindringlich-spannend vorzuführen. Wir sind ein linker Verlag. Unsere Plots sollen nicht auf der glatten Oberfläche einer heilen Welt spielen, die nur durch das Verbrechen kurzzeitig in Aufruhr gerät, vielmehr suchen wir im Genre Krimi vor allem die Möglichkeit, herrschende Verhältnisse in ihren lebensfeindlichen Konsequenzen zu zeigen. In der Form sind wir experimentierfreudig und Innovationen aufgeschlossen, sofern das Anliegen überzeugt.

Aus über zwei Dekaden Erfahrung mit der Manuskriptredaktion haben wir einen Ariadne-Krimi-Fragebogen entwickelt, der es uns (und auch Ihnen) ermöglicht, schnell und zielsicher zu erkennen, ob das angebotene Buchprojekt überhaupt in unsere aktuelle Programmlinie passt. Die im Fragebogen skizzierten Kriterien sind ausschlaggebend für die Entscheidung, ob ein Manuskript für eingehende Prüfung in Frage kommt.

Wenn Sie beim Ausfüllen den Eindruck haben, dass Ihr Krimi zu uns passen könnte, senden Sie uns bitte Ihre Anworten und eine Leseprobe von ca. 20-30 Seiten. Sie erhalten dann – je nach unserem Stresspegel entweder zügig oder nach einiger Wartezeit – ein ehrliches Feedback.

Manuskriptredaktion Ariadne
Argument Verlag GmbH
Glashüttenstraße 28
20357 Hamburg
E-Mail: manuskripte@argument.de

Sie können uns Fragebogen und Leseprobe sehr gern mailen.
Wenn Sie aber den Postweg wählen und Ihr Material zurück möchten, müssen Sie unbedingt Rückporto beilegen! Sonst entsorgen wir es.

Sollten Sie uns Texte als pdf mailen, bitte formatieren Sie das NICHT als Normseiten (30 Zeilen / 60 Zeichen), sondern helfen Sie uns, beim Ausdrucken Ressourcen zu sparen! Beispielsweise reicht eine Times-Schrift in Größe 11 mit Zeilenabstand 1,2 zum Lesen völlig aus. Danke!

 

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DAS WORT ZUM MORD:
Wie schreibe ich einen Krimi?
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Was wir suchen:

Kriterien der Ariadne Krimireihe

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Natürlich haben Frauen Krimis geschrieben, seit es Krimis gibt. Doch seit Ende der 1980er Jahre gibt es feministische Krimis, und das hatte Folgen: Mit der Reihe Ariadne Krimis begann für den deutschen Buchmarkt eine neue Entwicklung innerhalb des Genres. Die an Krimis geknüpften Erwartungen wurden verändert: Anstelle der relativ festgeschriebenen Rolle der klassischen Krimifiguren bevölkern heute unterschiedlichste weibliche Hauptpersonen die Krimiwelt in Buch und Film.

Seit einigen Jahren kümmern wir uns vorrangig um den Aufbau neuer deutschsprachiger Autorinnen, weil zu wenige Verlage sich um diesen Schwerpunkt bemühen, die Zeit dafür jedoch reif ist. Natürlich braucht der tendenziell überladene Markt nicht zusätzliche Mengen beliebig zusammengewürfelter Krimititel. Nur wenigen Verlagen gelingt es, ein fürs Publikum transparentes Krimi-Label zu schaffen, das gezielt bestimmte Ansprüche befriedigt. Dies ist aber wünschenswert, damit Krimileser/innen im Vertrauen auf ein klares verlegerisches Profil auch mal zu noch unbekannten Autorinnen zu greifen wagen. Andernfalls würde auf Dauer einzig der Werbeetat des betreffenden Verlags über die Chancen neuer Talente entscheiden, was innovatives Verlegen noch schwieriger macht, als es ohnehin schon ist. Wir bei Ariadne haben überhaupt kein Geld, aber Energie und Idealismus – und viel Erfahrung in der Manuskriptredaktion.

Ganz große D-Krimi-Entdeckungen wie Monika Geier oder Christine Lehmann gibt es nicht jeden Tag, doch wir werden des Suchens nicht müde. Vielmehr genießen wir das harte Arbeiten mit neuen Talenten und bauen derzeit schon wieder mehrere Neuentdeckungen auf. Jährlich erscheinen vier bis sechs neue Ariadne Krimis von deutschsprachigen Autorinnen. Wir wählen Manuskripte aus, die – auf literarisch hohem Niveau – das Genre konsequent als modernes Medium zur Reflexion der Verhältnisse nutzen. Wenn eine Autorin mehr will als nur flüchtig unterhalten, muss ihr Roman mir nachgehen, mich bewegen, meine Gedankenwelt bereichern. Der Kick guter Krimis liegt neben der Wer-war's-Spannung im persönlichen Mitfiebern: Wie gehen die Held/inn/en mit alltäglichen und ungewöhnlichen Schwierigkeiten um? Sind sie so widersprüchlich und unvollkommen wie wir selbst? Ob sie mit heiler Haut und intakter Integrität aus dem Schlamassel kommen? Dieser Kitzel steigert sich, je mehr die fiktiven Personen sich zur Identifikation eignen. Talentierte Autorinnen kombinieren die gewohnten und geliebten Genre-Zutaten mit wohldosierten "biografischen" Spannungselementen (von Berufsalltag und Milieu über Familie – auch mit Kindern – bis zu Beziehungsgeschichten) und mit engagierter Sozialkritik – dafür ist der moderne Krimi hervorragend geeignet, denn das Genre wird mehr und mehr zu einer Kulturform, die aufspürt, was an der herrschenden Normalität akut nicht in Ordnung ist (so auch bei Leon, Mankell u.a.). Hintergrund oder Zündschnur für gute Kriminalfälle sind meist gesellschaftliche Konfliktpotentiale wie soziale und ökonomische Zwangslagen, stille oder auch gewalttätige Diskriminierung, Sozialabbau, Bigotterie, Stigmatisierung/Isolierung, Gier und Machtmissbrauch. Darüber hinaus sind wir nach einigen Tausend gelesenen Kriminalromanen immer auf der Suche nach einem Aspekt, einer Konstellation, einem Blickwinkel, der unserer Sammlung etwas Neues hinzufügt, ein zusätzliches Element enthält.

Kriterien für die Ariadne-Krimireihe sind also: Interessante und widersprüchliche Charaktere, ein fesselnder, nicht ohne weiteres zu durchschauender Plot (die Fähigkeit der Autorin, auch eine gewiefte Krimileserin zu überraschen), ein Verbrechensmotiv, das eine gewisse Intelligenz aufweist, plausibel und interessant ist, sowie ein gutes Gefühl der Autorin für soziale Ungerechtigkeit. Ein Krimi muss unter zwei Gesichtspunkten gut geschrieben sein: Erstens soll er von der ersten Seite an so packend sein, dass man unbedingt weiterlesen möchte und sich niemals fragt, wozu man das eigentlich lesen soll. Zweitens sollte die Schreibweise Bilder im Kopf erzeugen, so dass der dargestellte Krimi-Kosmos Nahrhaftes für Phantasie und Lebenswelt liefert. Dann ist der , was er für uns sein muss: gute Literatur.

Else Laudan (Programmleitung)

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Müllers Morde

Monika Geier ist unsere Auflagenkönigin, Müllers Morde ihr neuster Streich



Malefizkrott

Deutschlands beste
Hardboiled-Lady: Lisa Nerz


 

Malefizkrott

Starkes Debüt mit leiser Spannung:
Anne Goldmann

Und hier ist unser Fragebogen:

Ariadne Fragebogen für Krimi-Manuskripte

Da die Redaktion der Ariadne Krimis nicht nur stilistisch-qualitative, sondern auch politisch-inhaltliche Kriterien bei der Manuskriptauswahl heranzieht, hat sich gezeigt, dass ein Exposé üblicher Machart dem Lektorat oft wenig nützt – wir haben darum einen Fragebogen entwickelt, der gezielt nach den uns interessierenden Aspekten von Personen- und Hintergrundkonstruktion, Rahmen und Handlungsablauf fragt.

Verbrechen/ Plot

1.    Um was für ein Verbrechen geht es in Ihrem Krimi? (bitte nur kurz benennen)

2.    Welches Motiv liegt dem (bzw. den) Verbrechen in Ihrem Krimi zugrunde? (stichwortartig genügt)

Sozialer Hintergrund

1.    Aus welchem sozialen Milieu kommt die Heldin, in welches führt sie der Krimi?

2.    Woher kennen Sie selbst diese(s) Milieu(s)?

Eigenes Motiv/ Anliegen

Haben Sie beim Schreiben ein bestimmtes Anliegen verfolgt, das im Krimi zum Tragen kommt?
(z.B. einer speziellen Frage nachzuspüren, einen Konflikt zu thematisieren o.ä.)

Gerechtigkeitsbild

1.    Wer ermittelt in Ihrem Text? Aus welchem Beweggrund?

2.  Welcher Art von Gerechtigkeit gilt Ihr Interesse (u. das der ermittelnden Person)?

3.    Wie ist das Verhältnis der Hauptfigur(en) zu staatlichen Institutionen des Rechts?

Handelnde Personen und ihre Beziehungen

1.     Bitte skizzieren Sie kurz die Erzählfigur Ihres Krimis: wie alt ist sie, wie sieht ihr Lebenslauf aus,
welche Ausbildung(en) hat sie? Wie verdient sie sich ihren Lebensunterhalt?

2.     Wie lässt sich die Haltung Ihrer Protagonistin gegenüber anderen Frauen beschreiben?
(solidarisch, kritisch, einfühlend, liebevoll, konkurrierend, verächtlich, gleichgültig etc.)

3. Können Sie einen Überblick geben, was für Beziehungen (auch berufliche/soziale Beziehungen)
a)  zwischen Frauen
b)  zwischen Frauen und Männern im Krimi eine Rolle spielen?

Lokale Bezogenheit

1.     Wo spielt der Krimi?
2.     Woher kennen Sie selbst diese(n) Ort(e) (z.B. haben Sie da gelebt, wie lange usw.)?

AdressatInnen

Gibt es Menschen, die Sie mit Ihrem Krimi insbesondere ansprechen möchten?
Wen wünschen Sie sich als Publikum?


Vielen Dank fürs Beantworten.
Bitte senden Sie Ihre Antwort mit einer eine Leseprobe von ca. 20-30 Seiten an:

Manuskriptredaktion Ariadne
Argument Verlag GmbH
Glashüttenstraße 28
20357 Hamburg
E-Mail: manuskripte@argument.de

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